Hund entlaufen…Was tun?

Heute im Wald:

Wir biegen ums Eck, steht da ein Großelternpaar mit kleiner Enkeltochter und gelber Labbi-Hündin und eine Dame mit einem braunen Labbi-Rüden und einem Golden-Mix, Hunde unbekannt, aber bei Labbis wird mein Weltbester immer ganz wuschig, also großes Labbi-Hallo!

Die Dame mit braunem Labbi und Golden-Mix geht weiter, pfeift ein Mal, beide Hunde kommen gerannt. Als sie weg ist, fragt die Dame mit der gelben Hündin mich: „Gehört der Braune nicht zu Ihnen?“

Ich guck der Dame mit den 2 Hunden hinterher, „Öhm….nee. ..Ich dachte, der gehört dazu. Wenn nicht….wird das der Schoki sein. Die wohnen hier unten am Wald. Den Hund kenne ich, aber habe ihn jetzt spontan nicht erkannt, weil er sonst immer bei Spaziergängen an der Leine läuft… und auch immer von allen Hunden weggehalten wird….Kann er also eigentlich gar nicht sein…Es sei denn, er ist aus der Tür gefitscht.“

Tja, Dame mitsamt Schoki nicht mehr zu sehen.

Als ich zum Haus am Waldrand stiefel, kommt schon ein Auto gefahren.

Schokis Besitzer sucht Schoki, ich sag ihm, wo ich ihn gesehen habe und dass ich ihn auch mitgenommen hätte, aber mir spontan nicht klar war, dass er nicht zu dieser Frau gehörte, auf die er nach einem Pfiff sofort gelaufen war.

Er erzählt mir, Schoki würde regelmäßig von anderen Hundebesitzern nach Hause gebracht, wenn er mal wieder vom Gelände läuft, weil irgendetwas offen steht.

Er erzählt mir auch, man habe ihn vor kurzem aus einem Tierheim 20 Kilometer entfernt holen müssen.

Ja, er würde mit anderen mitlaufen.

Manchmal ist der Reiz zu groß, manchmal gibt ein Hund mal Kniegas.

Was ist dann zu tun?

1.Stehenbleiben und rufen. Der Hund kommt, hat er Bindung und ist er nicht so triebstark, dass er darüber alles vergisst, dorthin zurück, wo er seine Leute vermutet.

2. Spaziergänger und andere Hundebesitzer sensibilisieren, ansprechen, fragen, ob sie den Hund gesehen haben, sie informieren, dass, wenn sie ihn sehen sollten, ansprechen können (wenn er denn ansprechbar ist und nicht voller Panik und kopflos und suchend durch die Gegend läuft.)

3. Feuerwehr anrufen und dort mitteilen, wo man ist und welchen Hund man vermisst und unter welcher Nummer man erreichbar ist.

Wenn man Glück hat, hat der Finder ebenfalls schon die Feuerwehr alarmiert und mitgeteilt, dass er den Hund gesehen oder sogar schon eingesammelt hat. Ist mir bereits 2x passiert, als ich einen Hund gefunden habe und die Feuerwehr mir direkt mitgeteilt hat, wie ich den Besitzer erreiche.

Letzteres sollte man natürlich erst nach einiger Zeit tun, wenn die ersten beiden Punkte nichts gebracht haben.

Taucht der Hund nicht wieder auf – Ruhe bewahren.

Wenn man nicht gerade neben einer Autobahn den Hund hat frei laufen lassen oder er zum Beispiel einen sehr großen Jagdtrieb hat und so lange hetzt, bis er das Wildtier erlegt hat oder nicht mehr kann (aber dann täte ich meinen Hund als Schutzmaßnahme eh nicht unkontrolliert frei laufen lassen…) –

gerade da, wo viele Hundeleute gehen, kennt man sich und man kann auch schon darauf vertrauen, dass Hundeleute wissen, wie man sich fühlt, wenn der Hund abhanden kommt und dass sie den Hund dann einsammeln bzw.an geeigneter Stelle kundtun, wo sie ihn gesehen haben.

Ansonsten 4.

ein Familienmitglied oder bekannten Hundeleut an der Stelle deponieren, wo man den Hund das letzte Mal gesehen hat, nach Hause fahren und schauen, ob der Hund nach Hause gelaufen ist. Ist er es nicht, Aushänge ausdrucken und an die Bäume pinnen.

5. Tasso und alle Tierheime in der Gegend kontaktieren.

Tierheime auch abfahren!

Mein ehemaliger Ausbilder fand seinen Hund erst, als er persönlich ins Tierheim fuhr und das, obwohl er 2 Wochen lang täglich dort angerufen hatte. ‚Tschuldigung, wir haben den Chip nicht gefunden…‘

Was kann man tun, um gar nicht erst in diese Situation zu kommen?

Natürlich: ERZIEHEN UND SICHERES ABRUFEN TRAINIEREN.

Trotzdem startet jeder Hund mal los. Dann hilft nur:

1. BINDUNG, BINDUNG, BINDUNG!

Wenn Bindung vorhanden, legt mein Hund Wert darauf, dass wir gemeinsam in den Wald hinein- und aus dem Wald herausgehen.

2. Hund sichern, wenn es unübersichtlich wird.

Wenn Hundemeuten kommen (Hetzverhalten!), wenn ein Hund unsicher ist ggü optischen oder akustischen Reizen (Silvester, Laubbläser, Gewitter, etc.), wenn er sehr triebstark ist – Leine oder Schleppleine dran.

3. Kontaktinformationen am Hund deponieren,ggf. Hund registrieren lassen.

Wir haben an jedem Geschirr solch eine Plakette mit seinem Namen und meiner Handynummer.

4.

wie der Fall von Schoki wohl zeigt:

Hund auch mal Hund sein und Sozialkontakt haben lassen dürfen, damit er nicht, sobald mal eine Tür offen steht, sich seinen Sozialkontakt selbst holt…

Es macht sprachlos…

Es ist etwas anderes, ob man etwas iwo von iwem gehört hat, gelesen, gesehen, jemand kennt jemanden, der jemanden kennt, der von jemandem gehört hat, dass. ….

oder jemand, den man persönlich kennt, berichtet jemandem Auge in Auge, was ihm widerfahren ist und man weiß : Jedes Wort, das man gerade zu hören bekommt, ist wahr und was da erzählt wird, ist haargenau so passiert.

Heute zeigt mir ein Bekannter ein Bild von seinem Hund. Das machen wir, wenn wir uns sehen, so wie Hundebesitzer das tun.

„Mein Hund mit seinem neuen Spielzeug.“

„Mein Hund, wie er in seinem Korb schläft.“

„Mein Hund, wie er auf einem Spaziergang in einer Röhre Platz genommen hat und mich anguckt, als würde er sagen: Und? Was machen wir jetzt Schönes?“

Heute zeigt er mir ein Bild, wie sie abliegt und sich mit der langen Zunge über die Nase leckt. Und ich sagen noch: „Wie du das immer hinkriegst, solche Spitzenfotos von deinem Hund zu machen!“

Es ist eine junge Malinois-Hündin, die er erst vor einigen Monaten aus schlechter Haltung übernommen hatte, weil der Besitzer vorher sie hatte einschläfern lassen wollen, weil sie manchmal lahm lief wegen einer Verletzung an der Hinterhand.

Er total happy mit ihr und sie mit ihm.

Er packt sein Handy wieder weg und sagt: “ Letztes Foto von ihr.“

Bitte wie?

Folgendes war passiert: Er hatte sich für eine andere Hunderunde entschieden, weil da, wo er sonst geht, zu viele Glasscherben rumliegen. Zum ersten Mal in einem anderen Wald. Die Hündin läuft ins Gestrüpp am Wegrand, er sieht, sie nimmt etwas auf, er ruft, sie kommt, auf dem Weg schluckt sie herunter, was sie im Maul hat, bei ihm angekommen, würgt sie schon, viel, viel Blut und ein Stück Fleischwurst, darin – wie die Tierärztin später zählt 16 klein gebrochene Rasierklingen -, als sie beim Arzt ankommen, ist die Hündin bereits tot.

16!

Es gibt wohl Fälle, in denen Hunde das überleben, mit schneller Not-OP und wenn es wenige sind oder sie ‚günstig sitzen‘ und nicht direkt alles aufschneiden.

Aber 16 in etwa 10 cm Wurst?

Da hatte Anka wohl keinerlei Chance.

Wie krank ist das?

Beim Interview von Freund Google gibt es diese weiteren häufigen Suchen….Man beachte die häufigsten 2…

PASST AUF EURE 4-BEINER AUF!

Das kann man tun:

http://www.erste-hilfe-beim-hund.de/cgi-php/rel00a.prod/joomla/Joomla_1.6/index.php/giftkoeder-praevention

Die Zeck muss weg

Oder eher:

Warum sind einige Hunde attraktiver als andere?

Das habe ich mich die Tage gefragt, denn mein Weltbester hat kaum eine. Freitag waren es 4 an einem Tag, 2 davon ‚gehörten zusammen‘ und krabbelten auf dem Tuch direkt in entgegengesetzte Richtungen als wollten sie sagen ‚Sag’s nicht meiner Frau / meinem Mann…‘

Quelle: Wikipedia – Männchen huckepack

Mein Weltbester hat kaum welche und das, obwohl er ‚unbehandelt‚ ist.

Aber ist er das vielleicht gar nicht?

Manch einer schwört auf die chemische Keule.

Keine Frage, wenn mein Hund so aussähe, denn da ist es nicht nur widerlich, sondern schon gefährlich.

Viele Zecken saugen viel Blut.

Quelle: holidogtimes.com

Da würde ich auch nicht zögern, da chemisch nachzuhelfen.

Aber für kleine Zeckchen in der Woche und dann Wochen keine oder mal eine?

Ein Kollege, seines Zeichens passionierter Jäger, erzählte mir die Tage, sein Jagdhund bekäme so eine Tablette und sei dann geschützt gegen alles. Definiere geschützt, denn er schob nach, beißen würden sie dennoch und abklauben müsse er sich auch noch.

Seit ich 2016 ein Hundebesitzer-Ehepaar im Urlaub an der Nordsee – Zeckengebiet, jede zweite Zecke mit Lyme-Borreliose durchseucht Lyme-Borreliose – traf, bekommt der Weltbeste weder irgendwelche Tabletten noch Spot-Ons, denn das Paar berichtete, ihr Vorgänger-Hund habe zentralnervöse Störungen nach einem Spot-on gezeigt und sei in diesem Zuge qualvoll gestorben.

Es ist was anderes, ob man iwas iwo liest oder ob man jemanden kennenlernt, der es selbst erlebt hat….

Auch pflanzliche Präparate sind mit Vorsicht zu genießen, gerade bei Katzen, die generell ‚enzym-ärmer‘ sind und bei denen sich daher Stoffe nicht abbauen können. Vgl. dazu Vergiftungen bei Katzen

Aber auch bei Hunden, zum Beispiel Hütern, die unter einem Gendefekt, dem MDR-1 MDR1 leiden können.

Zecken übertragen Krankheiten, keine Frage. Borreliose und FSME Wiki – FSME sind die häufigsten.

Aber doch Frage: Wie gefährdet sind Tiere zu erkranken?

Würden Wildtiere im großen Stil ernsthaft daran erkranken – gäbe es sie dann noch oder wären sie schon ausgestorben?

Tiere eher Träger als Erkrankte?

Viele Haustiere tragen Antikörper. Das ist belegt. Aber ich trage auch Antikörper gegen Röteln und Tuberkulose. Das ist auch belegt. Erkrankt bin ich an beidem niemals. Wenn ich Antikörper trage, heißt das zunächst nur einmal, ich war dem Erreger ausgesetzt und mein Immunsystem ist angesprungen.

Zurück zur Eingangsfrage:

Warum sind einige Hunde attraktiver für Zecken als andere?

Warum werden einige Menschen von Mücken gerade verspeist, während andere kaum anziehend wirken? Warum kriegt der eine eher eine Halsentzündung, während der andere jeden Magen-Darm-Infekt anzieht?

Umfeld+

Veranlagung +

Gesundheitszustand +

Ernährung +

Zufriedenheit bzw. Stresslevel

DAS sind wohl entscheidende Faktoren.

Der Weltbeste ist ‚unbehandelt‚ , aber vllt auch nicht, denn er ist

– entspannt, weil er Hund sein darf, seinen Anlagen ensprechend beschäftigt wird und auch Sozialkontakt mit Artgenossen haben darf

und

– wird gebarft.

Das einzige, was wir noch tun, ist, die Füße nach jedem Spaziergang abzuwaschen. Dies dient eher der Unterstützung des Kreislaufs (und der Sauberkeit in meiner Wohnung), aber hat auch schon die eine und auch andere Zecke einfach so runtergespült.

‚Wenn du nicht mehr in der Schule anstrengst, dann landest du auch da…‘

Elsbeths Days

Gute Feen – schlecht bezahlt – wenig abgesichert

 

hat eine Mutter zu ihrem Kind im Supermarkt gesagt und auf die beiden Angestellten hinter der Fleischtheke gezeigt.

 

https://www.derwesten.de/panorama/edeka-vatertag-mutter-zeigt-auf-verkaeuferin-und-droht-ihrem-kind-supermarkt-macht-klare-ansage-id225882013.html

 

Natürlich ist so eine Bemerkung nicht nur despiktierlich, sondern auch den beiden Damen gegenüber respektlos und verletzend.

Und natürlich ist es richtig, dass der Inhaber des Supermarkts sich vor seine Mitarbeiter stellt und klare Worte findet.

https://m.facebook.com/story.php?story_fbid=2357050481021369&id=173895486003557&__tn__=%2As%2As-R

Recht so!

 


 

Und gleichzeitig – wie deplatziert und frech und ohne jeglichen Anstand diese Bemerkung der Mutter auch war und ist – hat sie doch irgendwie Recht.

Nicht, weil der Beruf der Fleischereifachverkäuferin ein minderwertiger wäre – im Gegenteil!

https://www.ausbildung.de/berufe/fleischereifachverkaeuferin/

Und genau aus dem Grund würde ich meinem Kind auch davon abraten, diesen Beruf zu ergreifen. Nicht, weil er selbst schlecht und minderwertig wäre – aber die  Arbeitsbedingungen!

Bei Licht betrachtet…

Man arbeitet montags bis samstags, teilweise bis abends um 22…

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Einrichtungsvorschläge a la Hund

Der modebewusste Weltbeste trägt nicht nur zu jedem Spaziergang eine neue Kriegsbemalung.

Nein, er gibt auch wertvolle Einrichtungstipps.

So sollte der Fressnapf am besten hier stehen.

So kann er noch einmal aufgefüllt werden, bevor es losgeht.

Das Spielzeug, wir nennen das Kunstwerk upright schnitzel, obwohl es eigentlich keines ist, wird nahezu skulptur-esk auf die Couch drapiert.

Wie er das da so aufgestellt hat, keine Ahnung.

Und Weltbester daselbst

Nichts schmückt eine Couch besser als ein Hund. 😃

Zecke 1

Tag 114 / 365 – Zecke 1 – guter Schnitt, wie ich finde. Angeregt durch Wolkes Post über Schutz vor Zecken und Co. hab ich das mal Revue passieren lassen…

Letztes Jahr…knapp 20, dieses Jahr erst 1.

Der weltbeste Hund ist unbehandelt – kein Spot-on, kein Halsband, keine Tabletten, keine Nahrungsergänzungsmittel, die abwehrend wirken.

Warum hat er so wenige, während mein Kollege mir Anfang der Woche noch erzählt, er hätte die Tage x von seinem heruntergezupft und ich muss überlegen und sage Nee, wir hatten noch keine.

Wie macht ihr das?

Gute Frage, nächste Frage.

Ich bin gegen zu viel Chemie, ich komme aus der homöopathischen Ecke, gestehe aber, wenn der Kosten-Nutzen-Faktor stimmt – und mit Kosten meine ich nicht die finanziellen- muss Chemie manchmal sein.

Die Dosis macht das Gift.

Einige Mittel kommen jedoch auf keinen Fall für mich infrage – Tabletten, am besten noch solche, die vermeintlich gegen Zecken, Flöhe, Haarlinge, Milben und Würmer aller Art wirken. Die wirken systemisch und über Monate. Das bedeutet, es befindet sich über viele Monate im kompletten Körper meines Hundes, belastet Nieren und Leber allemal. Akutes Organversagen ist schon aufgetreten und der Hund – auch einer, den ich persönlich kenne – kann in einen sehr akuten und lebensbedrohlichen Zustand geraten.

Leber- oder Nierenversagen zur Vermeidung eines dummen Stechviehs?

Das klingt vielleicht polemisch, vielleicht auch ein bisschen simpel gedacht, aber, platt gesagt, seit es Säugetiere gibt, gibt es anderes Getier, das sie als Wirt benutzen.

Ötzi hatte Würmer – und starb durch einen Menschen, der ihn angriff. Die Würmer störten ihn wenig. Zecken hatte er in seinem Leben sicherlich auch ein paar. Manche Dinge sind einfach unvermeidbar.

Habe ich einen Hund, hat der mal Zecken oder Flöhe oder Würmer. So ist das eben.

Dann müssen wir die eben wieder loswerden.

Das passiert bei uns so:

mit dem großartigen Zeckenhaken.

Meiner Meinung nach dem besten Gerät auf Erden für diesen Zweck.

Zangen finde ich wenig praktikabel, denn die sind relativ grob, die Greifmechanik schnell kaputt.

Zeckenkarte – für meinen Hund wenig praktikabel, denn er hat vorzugsweise dort Zeckchen sitzen, wo die Karte sperrig ist, über dem Auge, auf dem Nasenrücken, im Ohr. Unpraktisch.

Der Haken funktioniert so:

Ganz nah auf der Haut über die Zecke stülpen, so drücke ich den Darm nicht ein und kriege Kopf und Beißwerkzeuge mit raus und drehen. Sie ploppt nahezu von alleine raus, zappelt noch äußerst lebendig, alles noch dran.

Super Erfindung. Auch praktisch am Schlüsselbund mitzutragen, immer dabei, was bei einer Pinzette, die auch super funktioniert, schwieriger ist.

Verhindern, dass Zeckentfernung nötig ist? Vorsorge? Gerne! Aber welche?

Tabletten sind, wie gesagt, für mich kategorisch raus.

Halsbänder? Sind sicherlich die geringste chemische Keule, weil ich sie abnehmen kann, wenn ich drinnen bin. Aber sie riechen derart unangenehm und ungesund, dass mich die Chemie darin förmlich anspringt. Die Dosis muss hoch sein, muss ja den ganzen Hund von außen umwehen. Außerdem dürfen sie nicht nass werden – für einen Wasserhund unpraktisch, beim Wolkenbruch auch für Wasserscheue wenig sinnbringend.

Natürlichere Varianten?

Ätherische Öle, die ich, nach demselben Prinzip wie das Halsband, den Hund ‚unwehen‘? Damit zerschieß ich ihm den Geruchssinn – wenn er jagdlich geführt wird oder Suchhund ist – auch kontraproduktiv. Außerdem muss auch der Mensch den Kokosgeruch, den er ja auch auf Decken und in Körbchen verteilt, mögen, Schmier auf der Couch und dem Boden inklusive.

Ledum C200 als Vorsorgemaßnahme? Ledum ist ein homöopathisches Mittel zur Behandlung von Tierbissen. Aber so funktioniert Homöopathie nicht. Ich kann das Mittel geben, wenn ein Symptom da ist, auf das es passt, aber ist kein Symptom da und ich gebe ein Mittel drauf, mache ich mehr kaputt als dass es helfen würde. Näheres dazu bald hier.

Verhältnismäßigkeit?

Das Gefährliche an Zecken in unseren Breiten sind zwei mögliche Erkrankungen, die FSME (FSME _Wiki) eine Hirnhautentzündung, und die Lyme-Borreliose (Borreliose _Wiki) , die zu vielen Symptomen, u.a. wechselnden Paralysen und entzündlichen Prozessen an den Gelenken führen kann.

Nach Aussage einiger Tierärzte, mit denen ich darüber gesprochen habe, ist das Gebiet, in dem wir wohnen, mit beidem nicht durchseucht. Es würden Stichproben genommen und labortechnisch untersucht. Ob das richtig ist und in welcher Form das (noch) stattfindet (die aktuellste Karte, die ich online gefunden habe, aus vertrauenswürdiger Quelle war aus drm Jahr 2009?), weiß ich nicht, bin aber geneigt, das zu glauben.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es mal großes Kino gab, als ich in Augsburg auf dem Weg in den Urlaub ins tiefere Bayern von einer Zecke gebissen wurde und man mich am Zielort, als man hörte, wo ich die Zecke eingesammelt hatte, postwendend zu einem Arzt schickte, eine Impfung gegen FSME abholen.

Solche Erhebungen gibt es also.

Wenn es hart auf hart kommt, zum Beispiel vor einem Besuch in Niedersachsen, wo die Durchseuchung mit Borreliose immens ist, in einigen Ecken ist jede Zweite Überträger, bekommt mein Hund einen Spot-on. Und zwar Frontline. Der Wirkstoff Fibronil ist im Versuch an Kleintieren krebserregend, das ist ein Fakt und das ist mir klar.

Fühle ich mich deswegen schlecht?

Nein.

Denn Trinken aus Plastikflaschen ist ebenfalls krebserregend, das Essen von in Plastik eingepackten Lebensmitteln auch, Nanopartikel in Shampoos genauso.

Autoabgase, Glyphosat im Boden, Farben und Lacke in Möbeln. Gehe ich mit meinem Hund deswegen nicht mehr an einer Straße entlang oder lass ihn nicht mehr über Felder und Wiesen laufen und sich nicht mehr in meiner Wohnung aufhalten?

2x in Jahr einen Spot – on zu nutzen finde ich absolut erträglich und vertretbar.

Minimale Belastung, das Gift geht nicht über sein System, sondern setzt sich in die Hautschichten, die sich nach wenigen Monaten komplett erneuert haben, die alten abgestoßen.

Ich benutze genau dieses Präparat, weil die anderen noch schlimmer sind. Ein Tropfen einiger anderer Präparate von einer Katze aufgeleckt und sie stirbt und das sehr schnell.

Und allgemein muss man sich wohl auch die Frage gefallen lassen, was das ganze soll, wenn die Zecke eh erst einmal beißen muss, bevor das Mittel wirken kann. Und wenn sie gebissen hat und dann merkt, dass es zuende geht, was macht sie dann, im Todeskampf noch mehr Erreger in die Wunde spucken? Oder merkt sie es gar nicht richtig und diese Gefahr besteht gar nicht.

Na ja, es hat noch niemand eine Zecke diesbezüglich befragen können.

Was mich zurück zur Ausgangsfrage bringt:

Warum ist mein Hund für Zecken glücklicherweise nicht so attraktiv?

Ich denke, er riecht einfach nicht attraktiv genug. Dies ist ja durchaus auch die Strategie bei dem einen oder anderen Hilfsmittel gegen Zeckenangriff, der ‚unwehende Duft‘.

Als Kind hatten mich auch alle Mücken sehr lieb, 5 Leute in einem Campingzelt, ich war am nächsten Morgen die mit den 37 Mückenstichen. Mit der Pubertät war das vorbei.

Es hat etwas mit dem Duftcocktail zu tun, den man ausstrahlt.

Brans Vorgänger Gilligan hatte nahezu niemals Zecken – Allergie, die sich über die Haut den Weg suchte und deswegen spezielle Diät, er roch nicht attraktiv, Mutters Hund Louis sammelte bei demselben Spaziergang 10 Zecken ein, keine Diät.

Bran wird gebarft, bekommt rohes, unbehandeltes, unverändertes, normales Fleisch. Fleisch für den Fleischfresser. Er riecht wie er riechen muss, normal, gesund und widerstandsfähig.

Sein Organismus kann mir dem gut umgehen, womit ein normaler Hund eben umgehen muss, eben auch mal einem kleinen Wurm oder Floh oder mal einer Zecke.

Nicht katholisch…

ist mein Hund, denk ich.

Oder vielleicht doch, vielleicht gerade?

Wir wohnen in einer Art ‚Kirchenzweieck‘ – 300 Meter die eine Straße hoch ist eine katholische Kirche, etwa 400 die andere eine evangelische.

Heute ist Kommunion, also bimmelt es lustig von den Katholen her, irgendetwas ist auch in der evangelischen los, denn von da bimmelt es auch.

Mir fällt das gar nicht so sehr auf, wann da jetzt was bimmelt, aber mein Hund…sitzt dann auf der Couch und jankt und heult mit.

Aber nur mit den Katholen! Gehen wir an einer der beiden Kirchen vorbei, wenn die Glocken läuten, keine Reaktion bei den evangelischen Glocken, großes Tamtam bei den katholischen.

So wird hektisch, er fängt an zu rennen, er bellt, heult, jault.

Meine Interpretation bislang – es ist zu laut, es ist ein besonderer Klang bei genau diesen Glocken, die ihm vielleicht mit dem so guten Gehör dröhnt, den Kopf fast zerspringen lässt. So zumindest gebärdet er sich.

Heute treffe ich eine Hundebekannte, erzähle ihr davon, wie ‚gesprächig‘ mein Hund heute ist. Und sie erzählt eine seltsame Geschichte. Eine Doku über Wölfe habe sie geschaut, Reaktion ihres Hundes – einstimmen. Habe wohl uralte Instinkte im Hund geweckt.

Da scheiden sich die Geister.

Die einen sagen, reagiert der Hund auf Martinshorn oder Glockengeläut dann sei das Kontaktheulen. Sie vermuteten einen anderen Hund und wollten in Kontakt treten und kundtut, dass sie auch da sind. Uraltes Instinkwissen.

Ist das ein Mythos?

Wie viel Wolf steckt im Hund?

Oder anders gesagt – meine Ur-Uroma kam aus Polen, war eher klein und gedrungen und blond, meine Haare sind dunkel, ich bin recht groß für eine Frau und mein Polnisch ist nicht existent.

Oder ist das die falsche Herangehensweise?

Die Verfechter der Instinkt-Theorie scheinen in der Mehrheit.

Aber betrachte ich meinen Weltbesten, wenn er auf dieses Läuten reagiert…kann ich nur annehmen, das Geräusch macht ihm Kopfschmerzen der ganz, ganz schlimmen Art. Kein Schwanzwedeln, kein freudiger Gesichtsausdruck, eher blanke Panik im Blick.

Linksfuß? Rechtsfuß?

Bin ich ein Linksfuß oder ein Rechtsfuß? Das die Frage seit Sonntag Abend.

Da kam nämlich eine Reportage, in der es um die Auswahl von Blindenhunden ging.

Dort vertrat man die Meinung, einen geeigneten Führhund erkenne man sehr früh – und zwar einerseits daran, welchen Fuß er bevorzuge, andererseits in welche Richtung seine Haare an den Wirbeln wüchsen, mit oder gegen den Uhrzeigersinn. Natürlich seien das nicht die einzigen Kriterien, aber doch schon aussagekräftige.

Die Präferenz tät man herausfinden durch Beobachtung, mit welchem Fuß ein Hund zuerst auftrete.

Die Rechtsfüßer seien die besonders gelehrigen Verteter, besonders gute Beobachter, die, mit ausgeprägtem will to please. Die Linksfüßer eher kleine Chaoten.

Ich hörte meine Uschi Esoterik murmeln, doch dann war sie angefixt und musste das mal herausfinden.

Sie guckte mir auf die Füße, penetrant. So penetrant, dass ich gefühlt jeden Schritt stolperte, weil ich dachte, da müsse etwas zwischen meinen Beinen umherschwirren, wenn man da so hingucken muss. Ich war verwirrt, sie war verwirrt, denn – ‚Gibt es auch Linksrechtsfüße? Ich glaub, meiner ist so einer…‘

Und dann hat sie sich mal schlau gemacht, dachte nicht, dass sie was finden würde, wurde aber tatsächlich fündig.

Linksfuß / Rechtsfuß oder linkslastig / rechtslastig sind im Schutzhundedienst wohl gebräuchliche Charakteristika, so gebräuchlich, dass einige DSH-Züchter ihre Nachzuchten damit ‚bewerben‘.

Die Linksfüßer haben einen anderen Fokus, sind – aufgrund des anderen Ordnungsprinzip des Gehirns, Näheres dazu im beigefügten Link unten (Link in engl. Sprache) – eher ‚Mann-geil‘, Rechtsfüßer eher an Beute interessiert und deswegen führiger, eben etwas, was man bei z.B Blindenhunden gerne haben mag. Linksfüßer schießen vielleicht mal eher über, während Rechtsfüßer besonnener sind.

Sehr interessant, wie viel Wissen jemandem abgeht, wenn man eher mit bestimmten Rassen vertraut ist.

Ich bin übrigens doch kein Mischfüßler sondern rechtslastig. 🙂

Hier der Link, aus dem auch beigefügtes Bild stammt.

www.psychologytoday.com/us/blog/canine-corner/201307/dogs-left-paw-preferences-may-be-different-emotionally%3famp#ampshare=https://www.psychologytoday.com/us/blog/canine-corner/201307/dogs-left-paw-preferences-may-be-different-emotionally

Ein anderer Weltbester

Gilligan, Ginostra’s New Moon Gilligan, Brannies Vorgänger, 2000- 2012, auch ein weltbester Hund, anders ein Weltbester, aber genauso weltbest.

Es fühlt sich seltsam an, das so zu sagen, aber ich hätte, als ich Gilligan mit 12 1/2 Jahren gehen lassen musste, nicht gedacht, dass es einen neuen Weltbesten geben könnte. Dafür waren wir zu ‚eng‘, zu sehr ‚für einander‘ gemacht.

Und eigentlich war es so gar nicht gedacht, denn er war Mutters Hund, Mutters Zweithund, der Neffe von Louis, Ginostra’s Lollipop. Der erste Hund ist fertig, das große Haus ist da und ob man mit einem zum Training fährt oder spazieren geht oder mit zweien…und außerdem haben sie dann einander, immer einer zum Spielen und Kuscheln da und was ein Hund dem anderen geben kann, das kann ein Mensch nicht, so sehr er es versucht.

Dann kam es ganz anders. Louis und Gilligan mochten sich, sie waren ein gutes Team. Aber Gilligan war ’speziell‘ und brauchte ein besonderes Maß an Aufmerksamkeit.

Er war im wahrsten Sinne des Wortes hyperreaktiv. Bei einem Kind würde man sagen, er hatte ADHS. Nicht hyperaktiv, sondern hyperreaktiv.

Ein Flummi, ein Hektiker, nahm jeden Reiz mit und wenn ich sage jeden, dann meine ich jeden.

Das ging schon recht früh los, weswegen ich seine Ausbildung übernommen habe, denn wenn man 2 Hunde hat…sie ’stecken sich an‘ und bald war auch Louis nicht mehr so fertig wie er nach der BHP und Dummy-A mal war.

Manchmal hätte ich heulen können – vor Erleichterung – dass endlich das Auto in Sicht war und der Spaziergang beendet.

Woran das alles lag? Zu Beginn keine Ahnung. Charakter, dachte ich, Haltungsfehler und Langeweile vielleicht auch. Es war extrem.

Pferde – ein Problem, denn er gab Kniegas und jagte sie.

Kaninchen – ein Problem, denn die waren vor ihm auch nicht sicher, glücklicherweise war er mehr der Sprinter und sie viel zu schnell weg.

Hündinnen – ein Problem, denn wenn wir eine trafen, die auch nur heiß hätte werden können, war er hysterisch und nicht mehr ansprechbar.

Menschen – ein Problem, denn die begrüßte er gerne mal mit Anspringen und – keine Ahnung, wie er das geschafft hat – gab ihnen gern mal ein Autogramm aller 4 Pfoten (!) auf ihren Rücken. Oder er zerriss ihre T-Shirts.

Andere Hunde gleich welchen Geschlechts – ein Problem, denn vor denen ordnete er sich derart stark unter, dass er nahezu eine Schneise in den Boden zog.

Manchmal sogar Blätter – ein Problem, denn flog das x-te, gab er Kniegas hinterher und war auch da nicht mehr ansprechbar.

X Tierarztbesuche, X Trainer und X Tierheilpraktiker konnten die Probleme nicht lösen. Ich war schon lange mit meinem Latein am Ende. Es war eine Tortur. Ich besuchte Trainerseminare, ich begann, mich als Tierheilpraktiker ausbilden zu lassen, ich arbeitete an mir selbst, versuchte, jegliche Ruhe auszustrahlen, die ich irgendwie aufbringen konnte.

Alles in der Hoffnung, dass es irgendetwas hilft.

4 lange Jahre hat es gedauert, dass eine Lösung des Problems in Sicht kam.

Denn es war kein Haltungsfehler, keine Langeweile und auch war mit seinem Charakter nichts schief.

Mein Hund war Allergiker…hyperreaktiv in jedem Sinne, sowohl körperlich als auch mental. Allergisch gegen…Hausstaub, Futtermittelmilben, Konservierungsmittel, Rinderprotein, Möhren und alles, was in diese Familie gehört, Gräser, X davon.

Erst als die gefühlt tausendste Ausschlussdiät Erfolg zeigte, ließ seine Unkontrollierbarkeit nach und er wurde dauerhaft ansprechbar, erst als genuine körperliche Symptome auftraten.

Er war sein Leben lang krank, mal war es schlimmer, mal besser, immer war es schwierig, aber irgendwann war es zumindest so im Griff, dass es händelbar und er entspannt war. Schwierig immer noch Tierarztbesuche, denn jeder wollte mal den einen oder anderen Behandlungsversuch starten – auch deswegen schwierig, weil wir ja bereits alles mögliche schon mehrfach durch hatten einerseits, er andererseits auf alles mögliche an Medikamenten dann wieder reagierte und alles wieder von vorn losging.

Aber so lernt man Tierärzte kennen, ich kenne sie alle im Umkreis.

Und ich erinnere eine Situation im Urlaub, werde sie nie vergessen, saß in Tränen aufgelöst auf einer Bank im Wald, da ich nicht gedacht hatte, dass ich jemals wieder mit meinem Püppi so weit werde gehen können…Kortikoidbehandlung mit Höchstdosis, woraufhin die Allergie zwar top, aber das Immunsystem derart sublimiert, dass Lungenentzündung (bei Allergie auf Antibiotika ein besonderes Erlebnis)…40.7 Fieber, 3 Tage stationär und das Fieber ging nicht runter, als es unten war, war die Lunge geschädigt und mein Hund atmete wie ein Bergmann mit Staublunge, weiter gehen als ein paar hundert Meter war unmöglich – und das über ein JAHR lang.

Wir haben viel mitgemacht miteinander, haben gekämpft, jeden einzelnen Tag 12 1/2 Jahre lang. Als er gehen musste, hat es mich fast zerbrochen.

Bis ich verstanden habe, dass er mich zu einem besseren Menschen gemacht hat, verstanden habe, dass das, was er mich gelehrt hat, mich für mein restliches Leben begleiten wird.

Ich habe gelernt zu kämpfen, gelernt, eine eigene Meinung zu haben, Tierarzt hin oder her, habe dies fundiert mit einer Ausbildung untermauert und dies kommt nicht nur den Tieren in meinem Umfeld zugute, sondern auch den Menschen und schlußendlich mir selbst. Ich kann mich Hundetrainer schimpfen und von diesem Wissen hat dann auch zuletzt wieder mein Babyboy Bran etwas.

Und – ich habe so sehr den Fehler bei mir gesucht, wie gesagt, ich dachte, all das, was bei Gilligan falsch lief, sei ein Haltungs- oder Führerfehler, dass ich sehr, sehr viel über mich selbst nachgedacht und sehr viel über mich gelernt habe.

RIP, Gilligan, du warst der Weltbeste.

Das ganze Leben ist ein Quiz und wir sind nur die Kandidaten

Uns Uschi und ich gestern auf der Couch, ich döse, Uschi macht fünf Sachen nebeneinander, dabei läuft der Fernseher.

Und schon ist der nächste wunderbare Gedanke geboren – wir wollen ins Fernsehen. Tiere suchen ein Zuhause – bitte nicht, ich wollte gerne hier wohnen bleiben, Hundeprofi – nee, brauchen wir eher nicht, läuft bei uns, läuft gut.

Uschi ist auch gar nicht so die Rampensau, Uschi möchte einfach nur nächstes Jahr den Wild Atlantic Way hinunterfahren, mich im Schlepptau, und dafür wäre ein finanzieller Puffer ganz großartig.

Zack, mal schnell Freund Google nach ein paar Quizshows fragen, auf einem großen privaten Fernsehsender hängen bleiben.

Showdown- die Wüstenchallenge, das klingt nach Sport und warm und ist sofort raus, genauso wie Trampolinspringen, obwohl das nicht warm ist, es einem aber sicher dabei sehr warm wird.

Song from a family – das würde ‚Oma‘ gefallen, aber, das geschulte Hundeohr lässt sich nicht betuppen, diese Familie ist zu unmusikalisch und damit landen wir eher auf clipfish als auf einem Treppenplatz.

Beat the Box – das klingt ganz lustig, aber kriegen wir genügend Leute zusammen, die das auch lustig finden? Eher nicht.

Masterchef 3 – zählt Tiefkühlpizza auspacken und zusehen, wie sie im Ofen hochbackt, als Kochen?

Allestester – Trockenlunge, Trockenpansen, Trockenziemer test ich, auch gerne, wie man einen Kong gekonnt in den Wassernapf wirft und möglichst viel der Küche überschwemmt. Gibt es eine Spezialshow für Hundeartikel? Sind wir dabei. Aber für unser Auszeit-Abenteuer bringt das nicht genügend Pieselotten.

Wer wird Millionär – nachdem wir uns da beworben hatten, kingelte etwa 10 Tage später das Handy mit unterdrückter Nummer…Wir waren nicht schnell genug…okay, wir hatten das Handy nicht dabei und waren draußen unterwegs. Aber das waren sie – BESTIMMT.

THE WALL – jawoll, das ist unsers! Einer muss vorne stehen und nur immer sagen

‚Das weiß X hinten ganz bestimmt‘.

Der hinten muss sagen

‚Ich hoffe, Y, du hast nicht zu hoch gepokert, denn ich habe keine Ahnung‘

und schwupps

hat man sechsstellige Beträge gewonnen. Und die Fragen, die weiß man halt und hat Glück, aber wenn man sie nicht weiß, hatte man halt Pech und wirkt nicht wie der komplette Vollhorst.

Uschi überlegt, ob sie lieber X oder Y sein mag, entscheidet sich für Y, denn sie ist ja schließlich keine Rampensau. (Na, Uschi, Beruf verfehlt oder was?)

OK, wer eignet sich als X?

X1, unser favourite X, hat schon dankend abgelehnt, auch keine Rampensau.

X2 kollabiert, weil er zu viel nachdenkt und dann zu dem Schluss kommt, dass er sich nicht entscheiden kann oder möchte.

X3 wäre geeignet, spricht aber noch schneller als Uschi und da müsste man untertiteln, was sie sagen. Unterhaltungswert gleich 0, wenn niemand mehr folgen kann.

X4 ist crazy und macht das mit, for the fun of it, aber hat mit Geld nicht so viel am Hut, hätte dann aber genügend Geld für eine Autowäsche mit Innenraumaussaugen.

Pfiffig und vorzeigbar sind sie alle.

Uschi wird es gleich mal in den Raum werfen.

Und dann sind wir bekannt aus Funk und Fernsehen.

Ein Experiment

Wir sind experimentierfreudig – auf der Couch mit Bran, the man.

Der weltbeste Hund kommt zu Wort und keine Sorge, es wird kein hechelwedel, heute bin ich einem Ball hinterhergelaufen, wuff, war das toll!

Uschi – das ist meine Chefin – die mich Moppelpop, Bubchicki oder Meupelpeup nennt und nichts dagegen hat, wenn ich sie, genauso grenzdebil, Uschi nenne, findet diese Posts, in denen wauwuffelwau Hunde selbst zu Wort kommen, ziemlich daneben. Außerdem wehre ich mich vehement dagegen, auf wauwuffelwau dezimiert zu werden.

Wie Hildegard von Bingen schon sagte

Gib dem Menschen einen Hund und seine Seele wird gesund.

Also, auf auf, auf die Couch.

Herzlichst grüßt, Bran von und zu Freud

Gedankenleser

Oder: Er weiß, wie er heißt.

Der weltbeste Hund und ich sitzen beim Tierarzt zur Impfung. Vor uns sind noch einige andere an der Reihe. Er bleibt ruhig liegen,wedelt kurz als wollte er sagen ‚Jo,tschüss dann, Hundekumpel. Vielleicht bis zum nächsten Mal auf der Wiese.‘

Dann wird mein Name aufgerufen. Meiner,wohlgemerkt, nicht seiner. Und mein Hund läuft los Richtung Behandlungszimmer. Dass er nicht Richtung Ausgang rennt, sondern Richtung Behandlungszimmer ist nicht das verwunderliche, denn das haben wir von Welpenalter an trainiert – Behandlungszimmer = Leckerchen, die es bei uns nicht gibt, Getüddel von allen Mitarbeitern auf dem Weg.

Aber dass er scheinbar nicht nur weiß, wie er heißt, sondern auch, wie ich mit Nachnamen heiße, das schon.

Schlauer Hund,hab ich gedacht,immens schlauer Hund.

Ein paar Tage später gehen wir in den Wald. Ein Herr mit einem kleinen Hund an der Schleppe kommt uns entgegen. Ich denke mir nichts dabei, dass er an der Schleppe ist, denn das ist er immer. Man kennt sich.

Ich denke mir auch nichts dabei, als der Herr stehen bleibt, denn er hat sich in seiner Schleppe verheddert. Wir warten, bis er sich entwirrt hat, mein Hund sitzt unangeleint bei Fuß, guckt mich an, der andere Hund KOMPLETT uninteressant.

Dann sagt der Mann ‚Sorry, heiß, Standhitze.‘

Und haargenau in dem Moment, in dem ich verstehe, in dem in meinen Hirnwindungen ankommt, was er da sagt – startet mein Hund los. Von einer Sekunde auf die andere ist mein Hund vom Frauchenanhimmler zum Hündinnenvernascher mutiert!

War wohl nix mit mein Hund ist superschlau…

Er kann mich nur binnen Sekundenbruchteilen lesen!

Obwohl – schlau ist das ja eigentlich auch.