Meldung aus dem Risikogebiet

Ich muss schon sagen – langsam werde ich sauer!

Nicht genug,

– dass da die Damen und Herren Politiker seit der Schulschließung am 16.03. über Monate den Kopf in den Sand gesteckt haben und sich nichts Anderes als Strategie zurechtgelegt haben, als dass die Schüler jetzt in Klassenstärke von im Schnitt 25 in Jacken im Durchzug sitzen und jetzt bald ihre eigenen Decken mit in den Unterricht bringen…

– und dass Reiserückkehrer oder die, die reisen wollen, Testkapazitäten binden, die man wunderbar nutzen könnte, um wirklich Gefährdete in schöner Regelmäßigkeit zu testen und das auch noch in Teilen die Allgemeinheit bezahlt.

Wie lange soll das noch so weitergehen, dass Rechte im ganz Privaten beschnitten werden, wenn die Regelungen im Öffentlichen schon so schlecht kommuniziert und überlegt sind, dass sich die Akzeptanz von immer mehr Menschen immer mehr in Wohlgefallen auflöst?

Das RKI informiert, dass auch, wenn ein Impfstoff da ist, noch immer die momentanen Regelungen gelten müssen.

RKI-STRATEGIEPAPIER

Selbst, wenn es einen geben sollte – Warum ist man da überhaupt so zuversichtlich, wenn man bei anderen Viren bereits jahrelang erfolglos forscht? – dann müsste erst einmal genügend produziert werden und die Logistik umgesetzt werden, ganz Deutschland damit zu versorgen. Hinzu kommt noch: Wer will den haben, wenn er mit heißer Nadel gestickt ist? Impfschäden sind eh möglich und es kann zu Nebenwirkungen kommen. (Ich erinnere mich daran, dass ich, da war ich 4 oder 5, eine Impfung gegen Keuchhusten hätte kriegen sollen und der Kinderarzt hat es dann abgeblasen aufgrund vieler Todesfälle im Zuge der Impfung in Großbritannien.)

Also Impfung….fraglich.

Weiterhin wie ist das mit der Immunität?

Hatte man vorher noch die Idee der Herdenimmunität, häufen sich jetzt Berichte, dass Leute mehrfach erkranken, an unterschiedlichen Virusvarianten.

Mann in 6 Wochen 2x infiziert

Und da, wo Immunität vorliegen müsste, lässt sich diese häufig nicht (mehr) nachweisen, obwohl wahrscheinlich eine Immunität vorliegt, nur kann man sie nicht mehr so leicht feststellen.

Wie lange immun?

Impfung – derzeit nicht greifbar und wenn greifbar, dann nicht für alle und ohne Kenntnis darüber, um welchen Preis.

Immunität wahrscheinlich da, aber bei vielen Menschen nicht mehr belegbar.

Und selbst, wenn durch Impfung und / oder durchgemachter Infektion eine Immunität vorliegt (die man nur bedingt messen kann), kann man sich doch wieder mit einer anderen Variante des Virus anstecken. (Gab es da nicht mal die Ansage aus Wissenschaftskreisen, sooo schnell mutiere das Virus nicht sooo massiv?)

Wenn es also so viele Unwägbarkeiten gibt,

ist es da nicht an der Zeit, mit mehr an die Eigenverantwortlichkeit der Bürger zu appellieren, statt sie immer wieder mit neuen Verordnungen und Verboten so sehr zu gängeln, dass sie keine Lust mehr haben, sich mit den sich teilweise täglich ändernden neuen Gesetzen, die sehr stark ins Private gehen, überhaupt noch auseinander zu setzen?

Jeder hat jemanden, den er schützen will…und keiner will wie ein unmündiges kleines Kind behandelt werden, dem man gebetsmühlenartig die AHA -Regeln vorkaut, als wäre es zu dumm, es beim ersten Mal zu verstehen.

Von Schnauzengriff, Alpha – Wurf, Duldungsübung und Einwirken

So wie Jãger haben auch Hundetrainer ihr Latein!

Vier Begrifflichkeiten, die mir häufiger untergekommen sind – wohlgemerkt, nicht auf einem Schutzhundeplatz, sondern im Training von Retrievern in unterschiedlichen Gruppen auf unterschiedlichen Plätzen von unterschiedlichen Organisatoren, sind diese:

Schnauzengriff

AlphaWurf

Duldungsübung

Einwirken

Sie sollen deinem Hund zeigen, dass du der „Rudelführer“ bist, führen aber meist bei deinem Hund zu großer Verunsicherung.

Während die ersten zwei vielleicht ein paar seltene Male in einem Hundeleben nötig werden könnten, kannst du dir die anderen beiden getrost knicken, solltest sie tunlichst komplett verwerfen.

Hast du die ersten Zwei ein Mal richtig, passgenau und schnell genug angewendet, hat dein Hund verstanden und du brauchst sie nie wieder.

Der Schnauzengriff

ist eine Maßregelung, die Hunde und andere Carnivoren zu erzieherischen Zwecken einsetzen.

Und sieht dann so aus. Die Mutter greift seitlich mit der Schnauze über den Fang des Welpen.

Hundemütter machen das bei ihren Welpen, wenn sie sich nicht benehmen, manchmal auch erwachsene Hunde untereinander, wenn einer eine Grenze überschreitet und zum Beispiel kneift oder zwickt.

Obwohl Hunde diese Geste aus Kindertagen kennen, ist sie im MenschHundGespann doch eher fehl am Platz, und wenn sie doch genutzt wird, dann am ehesten, wenn der Hund noch sehr jung ist.

Wird er älter und ihr griffelt über den Fang herüber und ihr macht es nicht umgehend genug, nicht nachhaltig genug, nicht ernst gemeint und lang genug, habt ihr vielleicht euren Hund mit einer gewissen Beißkraft im Kiefer in der Hand hängen.

Schnappt zum Beispiel ein Junghund im Spiel, ist es sinnvoller, das Spiel abrupt zu beenden, um ihm zu zeigen, dass der Spaß dann vorbei ist.

Das ist nachhaltiger, denn den Spaß will er ja nal haben. Und es ist ungefährlicher für euch.

Der AlphaWurf

gehört in dieselbe Kategorie.

Ein ranghohes Rudelmitglied, meist das Alpha – Tier, verteidigt seinen Rang gegen die, die aufbegehren und den Status des Alpha in Frage stellen.

Normalerweise wird das aber anders, durch kleinere Gesten, geregelt.

Ihr seid weder Wölfe noch Hunde und niemand stellt euren Status in Frage.

Ich habe bei meinem Weltbesten den AlphaWurf ein einziges Mal genutzt und das war am 17.November 2012.

Das weiß ich deshalb so genau, weil ich mir meinen Weltbesten selbst geschenkt habe und ihn am Tag vor meinem Geburtstag abgeholt habe. Mein Hund war 9 Wochen alt.

Ich saß mit ihm zum ersten Mal in meiner Küche auf dem Fußboden und nachdem er alles sehr selbstbewusst erkundet hatte, wollte er mich dominieren und ist aufgestiegen.

Und, zack, lag er auf dem Rücken bis er aufgehört hat zu zappeln.

Danach – und mein Hund gehört eher zu der dominanteren Ausprägung – war das nicht mehr nötig.

Im Spiel drehe ich ihn manchmal immer noch mal wieder auf den Rücken und er genießt es.

Die Duldungsübung

Gemeint sind nicht diese Übungen, die Geduld und Frustrationstoleranz trainieren, denn diese sind in gewissen Maßen durchaus sinnvoll und etablieren diese Regeln, die ihr für euer Zusammenleben erdacht habt, zum Beispiel den Hund aus dem Weg schicken oder drängen, wenn ihr mit einem vollen Teller Suppe ins Esszimmer gehen möchtet und euer Hund liegt mitten in der Küchentür.

Gemeint sind Übungen, die den Hund gängeln, einfachweil ihr es könnt„.

Vor ein paar Jahren wurde mir mal von einer Besitzerin eines Trûmmersuchhundes, die Trainingsleiterin der Gruppe, in der wir mal vorbeischauten, folgende Übung empfohlen:

Hund hinsetzen und komplett körperlich einschränken, seine Kehle exponieren und warten, bis er aufhört zu zappeln. Man beachte: Andere Hunde saßen mit uns im Kreis, die Besitzer sollten dasselbe mit ihren Hunden machen.

Als alle Hunde hektisch wurden, kam sie herum und zeigte uns wie das gehen sollte und die Hunde wurden noch hektischer, meiner war einer von denen, der ausbrach und den sie dann als „nicht beigeordnet“ bezeichnete.

Sie empfahl die Wiederholung dieser Übung jeden Tag mehrmals für mehrere Minuten, um die Hunde beizuordnen.

Jetzt mal ernsthaft – wer braucht so was? Wo ist der Sinn, Hunde in einem Kreis zu formieren und ihnen aufzunötigen, dass der Besitzer die Kehle seines Hundes den anderen Hunden exponiert?

Vertrauensfördernd ist das nun wirklich nicht!

Ich habe das Trainingsgelände mit fliegenden Fahnen verlassen.

Natürlich muss mein Hund lernen, dass ich ihn untersuche und anfasse auch an diesen Stellen, die er vielleicht gerade nicht angefasst haben möchte, aber so etwas erreiche ich nur über eine vertrauensvolle Beziehung und nicht über Zwang.

Auch in anderem Training habe ich meinen Hund NIE ANGEFASST.

Mir dreht sich immer der Magen um, wenn ich sehe, wie Besitzer ihre Hund mit der Hand auf dem Hintern ins Sitz drücken, sich auf sie werfen, um sie ins Platz zu zwingen, ihnen einen Tritt mit dem Fuß geben, damit sie entweder sitzen bleiben oder neben dem Knie Fuß laufen oder an der Leine rucken, dass der Hund vielleicht sogar einen Salto macht.

Übungen kann man auch so planen, dass körperliches Züchtigen vermieden werden kann. Das alles ist Einwirken und nicht nur absolut unnötig, sondern stört eine vertrauensvolle Bindung.

Kinder und Hunde

Kinder wollen einen Hund, irgendwann, früher oder später, wollen es alle :).
Und Eltern machen sich vor allem Sorgen.

Was, wenn der Hund dem Kind über Gesicht oder Hände leckt, nachdem er im Wald an jedem Grashalm geleckt hat?


Was, wenn die Zecken, Flöhe oder Würmer, die sich ein Hund so einsammelt, auf oder im Nachwuchs landen?

Was, wenn der Hund aggressiv wirs und das Kind gar beißt?

Was, wenn das Kind die Lust verliert und für die nächsten Jahre neben Job und Haushalt an den Eltern hängen bleibt?

Haben Tiere einen besonderen Einfluss auf Kinder?

Die Wissenschaft ist sich uneins.

Studie – Haustiere haben KEINEN Einfluss auf die Entwicklung eines Kindes

sagt die oben verlinkte Studie aus Kalifornien, die die Kinderärzte im Netz mit Bedauern feststellen.

3 gute Gründe, warum Hunde Kindern einfach guttun

Wenn man sich dieser Bilder anschaut, dann hat das schon etwas Magisches


1. Kinder mit Tieren sind gesünder.

Ballspielen oder Spazierengehen oder beim Spaziergang begleiten – Kinder mit Hund bewegen sich mehr. So können sich beide auspowern.

Frei nach Omas Spruch Dreck reinigt den Magentrainieren die Keime, die ein Tier an sich trägt, das Immunsystem. Das betrifft sowohl  krankmachende als auch ‚Normalkeime‘

Auch Allergieneigungen sind bei Kindern, die mit Tieren aufwachsen, geringer.

Stern -Darum sollte jedes Kind mit Hund oder Katze großwerden

2. Kinder mit Tieren sind sozialer, empathischer und verantwortungsvoller.

Indem Kinder lernen, auf die Bedürfnisse eines Lebewesens Rücksicht zu nehmen, dass sich ihnen nicht verbal mitteilen kann, lernen sie das Hinsehen.

3. Kinder mit Tieren sind emotional stabiler.


Beim Streicheln und Kuscheln mit dem Tier wird das Bindungshormon
Oxytocin ausgeschüttet, das auch Mütter ausschütten, wenn sie sich um ihre Kinder kümmern.
Das senkt den Adrenalinpegel und macht entspannt.

(Mehr dazu, was Hunde fühlen und wie sie unsere Gefühle lesen und sie beeinflussen in Kürze hier.)

Hinzu kommt – der beste Freund ist immer da und hört immer zu. Er nimmt das Kind in jeder Situation an, wie es ist.

So hat das Haustier einen geradezu therapeutischen Effekt.

Nicht umsonst werden Tiere – von Hunden über Kleintiere bis hin zu Pferden und Delphinen – in der Therapie von Kindern mit besonderen Bedürfnissen eingesetzt und erreichen mehr als jeder Mensch.

Aber, liebe Eltern, macht euch nichts vor!

Natürlich bleibt die ‚Arbeit‚ im Schwerpunkt an euch hängen, denn ihr habt auch eurem Hund gegenüber  Verantwortung.

Euer Hund möchte

sinnvoll ernährt werden
– dem Tierarzt vorgestellt werden
– euch in den Urlaub begleiten
dazugehören und nicht heute hier und morgen dort geparkt werden
trainiert werden, damit er möglichst viele Freiheiten genießen kann
– seine Grenzen kennen, damit er weiß, wie euer Zusammenleben stressfrei funktionieren kann
ausgeführt werden und Kontakt zu Artgenossen haben.

Und das können Kinder nicht leisten, zumindest nicht in jedem Alter und nicht, wenn ihr nicht genügend Vorarbeit geleistet habt und zu jeder Zeit als Unterstützer zur Seite steht.

Und welcher Hund soll’s nun sein?

Oder: Welcher Hund ist „kindertauglich„?

ALLE – und keiner!

Ein quirlige kleiner Jack Russell – Ball-Junkie? Schön klein und handlich?

Ein putziger kleiner Beagle? Auch klein und so stressresistent, dass er sogar als Laborhund taugt?

Ein kleiner Münsterländer? Bisschen größer und mehr dran und schön robust?

Ein Border-Collie, der Bock auf Agility und Dog Dancing hat?

Oder ein Golden Retriever oder ein Labrador wie mein Weltbester?


Ich bin nun lange genug im Hundetraining unterwegs, um zu wissen

– ein Jack Russell ist nun mal ein Terrier und kann nicht nur ordentlich stur sein, sondern so aufgedreht, dass er abgeht wie ein Zäpfchen

– ein Beagle und ein Münsterländer können einen enormen Jagdtrieb haben, ist die Leine weg, ist es der Hund auch

– ein Border so viel Hütetrieb, dass man nicht zum Dancing kommt.

Und es passiert auch nicht so selten, dass der, ach, so freundliche Retriever  nach einem Kind schnappt, weil er deswegen angeschafft wurde, weil er doch so nett ist.

Will to please und so…Ist doch angezüchtet…Aha…

Ich kenne (ehemalige, denn danach kam kein Hund mehr) Hundebesitzer, deren Labbi dem Kind ins Gesicht gesprungen ist und es so verletzt hat, dass lebenslange Narben bleiben werden, kenne Golden-Besitzer, deren Hund ihnen selbst an die Kehle gegangen ist.

Ein Labbi hat ordentlich Pfeffer im Hintern und will to please hin oder her…Er will arbeiten und er will gefordert werden.

Wie jeder Hund seinen Spezialfähigkeiten entsprechend gefördert werden will.

Jeder Hund passt zu jedem Kind,  wenn das Kind mit seinen Interessen und seinem Charakter zu denen des Hundes passt.

Überprüft also bitte ganz ehrlich eure Wahrnehmung, liebe Eltern.

Der kleinste oder vermeintlich gefälligste Hund kann für euer Kind der unpassenste sein, der größte und vermeintlich gefährlichste der passende.

Apropos Wahrnehmung!

Wusstest ihr, dass Bullterrier und Staffordshire Terrier in vielen Ländern sehr beliebte Behindertenbegleithunde sind?

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben

Lang, lang ist’s her, da wollte ich mich meinem Weltbesten eine Auszeit nehmen, nur Hundi und ich, im Auto den Wild Atlantic Way hinunterfahren.

Angedacht hatte ich das für das Jahr 2019, 2020 wurde es auch nichts, und ich bin froh, dass ich es dieses Jahr nicht gemacht habe, denn sonst hätten wir wegen Corona in Irland festgesteckt. Eigentlich ein netter Gedanke, aber das wäre finanziell ein Problem geworden.

Aber genau wegen Corona ist es mir jetzt wieder neu ins Blickfeld gerückt. Ich habe entrümpelt, ich habe angefangen, Schwedisch und Klavierspielen zu lernen im kurzarbeitenden Homeoffice und habe mir überlegt, was ich wirklich will.

Und ich will diese Auszeit.

Und ich peile das neu für kommendes Jahr an. Im Juli nächsten Jahres endet mein Vertrag, im Anschluss daran.

Eigentlich hatte ich mit meinem Auto fahren wollen, aber mir schwebt jetzt so etwas vor:

denn das ist praktikabler.8 Wochen würde ich gut finden, denn so hält es sich finanziell auch im Rahmen.

Doch was ist mit den Einreisebestimmungen, jetzt, wo Großbritannien den Brexit vollzieht? Und wenn ich nicht fliegen will – und das will ich dem Weltbesten nicht antun – dann muss ich durch Großbritannien durch.

Und meine Wohnung zu halten, während wir weg sind, ist die eine Sache, aber in Irland brauche ich nicht nur Geld, sondern auch eine Krankenversicherung. Spontaner erster Gedanke – was, wenn ich mich arbeitslos melde und ich eine Sperre bekomme, weil ich ja dann für 2 Monate gar nicht arbeiten werde – bin ich dann krankenversichert? Oder melde ich mich privat pflichtversichert an und wie viel ist das dann, wenn ich ja kein Einkommen habe, aber einiges an Ausgaben?

Soll ich mich gegen Corona impfen lassen, um sicher zu gehen, dass ich es nicht bekomme, wenn ich alleine mit Hund im Ausland bin? Eigentlich wollte ich das erst tun, wenn ich sicherer bin, wie sicher der Schnellschuß – Impfstoff ist. (Ich bin wahrlich kein Impfgegner, aber ich weiß, dass es so etwas wie Impfschäden gibt und meinen Hund impfe ich nicht mehrfach und ich selbst nehme alles mit, was kommt, vielleicht in trügerischer Sicherheit? )

Um all das und wahrscheinlich noch sehr viel mehr werde ich mich jetzt zu kümmern anfangen.

Angeleinter Hund beißt – Netiquette für Hundebesitzer, Teil I

Warum läuft ein Hund im Freilaufgebiet wohl an der Leine?

Oder: Warum jeder Hund sicher hören sollte und jeder Hundebesitzer seinen Hund lesen und einschätzen lernen muss!



Ich lebe in einer Stadt mit einer großen Hundedichte auf die Einwohnerzahl.

Hunde dürfen hier bei uns auch im Landschaftsschutzgebiet frei laufen, so lange sie nicht hetzen und sich außerhalb der Wege herumtreiben, da die Stadt zu wenig Flächen hat, die ausschließlich als Hundefreilaufflächen ausgeschrieben werden könnten.

Normalerweise kennt man sich und es gibt wenig bis keine großen Auseinandersetzungen, gibt es doch welche, zahlt der Besitzer des Aggressors die Tierarztkosten, denn…man kennt sich eben, kennt sich teilweise schon viele Jahre und trifft sich häufig täglich.

Man muss sich arrangieren und man tut es. Live and let live ist die Devise. Doch manchmal funktioniert das leider nicht.

Heute morgen im Wald dieser Fall:

3 mir unbekannte Besitzer mitsamt 3 Hunden haben sich zufällig getroffen und sich auf einer Bank zusammengesetzt, während ihre Hunde spielen. Die Hunde laufen frei.

Ein vierter Hundebesitzer kommt hinzu, den ich seit Jahren kenne und weiß

– er weiß, dass sein Hund es nicht ab kann, wenn sich andere Hunde ihm nicht unterordnen

– sein Hund ausschließlich mit meinem Rüden spielen darf, weil sie sich von klein auf kennen und Meiner sehr früh klar gemacht hat, wer der Chef im Ring ist

– dass der Besitzer damit sehr offen und ehrlich umgeht und es auch mitteilt und seinen Hund an der Leine führt, läuft dieser Hund frei, kommt er sicher auf Zuruf.

Dieser Hund war also an der Leine…eine freilaufende French Bulldog geht auf ihn zu, der angleinte Hund (sicherlich 10 Zentimeter größer als mein Labbi) packt sich den kleineren, wirbelt ihn durch die Luft, stanzt ihm das Ohr.

Die Besitzerin des Frenchies ist einem Nervenzusammenbruch nahe, Mein Hund blutet, Sie A****l***. Ich will Ihre Personalien. Er darauf Die kriegen Sie nicht, denn Sie waren selbst schuld daran. Meiner war angeleint und Ihrer hat nicht gehört und ist angelaufen gekommen.

Eine Hundehaftpflichtversicherung wird dieses prüfen :


So sieht es rechtlich aus

Aber ich muss gestehen – ich wäre auch sauer, wenn ich meinen Hund an die Seite nehme und andere Leute sehen es lax und hinterher soll ich es gewesen sein. Wenn, dann haben doch mindestens beide Parteien schuld daran.

Als ich zu dem Trüppchen dazukam, wurde mir entgegengerufen, dass der Frenchie blute…

Der Hund sah – bis auf einen Ratscher am Ohr ok aus, eingeschüchtert war er auch nicht, sondern versuchte, meinen Hund durch Fixieren zu dominieren und eine geeignete Position zum Aufsteigen zu finden.

Dafür, dass das Ohr sehr gut durchblutet ist, konnte ich auf dem hellen Hund wenig Blut entdecken.

Größere Sorgen hab ich mir da um die Besitzerin gemacht, denn die war kurz vorm Kollaps.

Ja, wenn mein Hund durch die Luft fliegen würde, hätte ich auch Panik…

Aber wenn mein Hund der war, der provoziert hat und ich darauf nicht reagiert habe und ihn nicht gestoppt oder zu mir gerufen habe…

Ja, sagt sie, das wäre auch passiert, wenn BEIDE an der Leine gewesen wären, denn man hätte sie ja auch dann zueinander gelassen?

Ist das so? Nein, nicht zwingend.

Wenn Leine, dann Arbeit, wenn ohne, dann Freizeit.
Wenn ich Leute bei der Arbeit sehe, laufe ich auch nicht auf sie zu und biete ihnen ein Bier an oder drücke ihnen einen Golfschläger in die Hand.

Wenn ich jemanden mit Hund treffe, den ich nicht kenne und der Hund ist angeleint, dann sitzt mein Hund mindestens bei Fuß, wenn ich ihn nicht direkt auch anleine. 

Dann wechseln wir Besitzer drei Worte und dann einigen wir uns darauf, ob Kontakt stattfinden kann oder nicht.

Ich achte nicht auf meinen Hund, ich rufe ihn nicht, obwohl der andere angeleint ist, mein Hund dominiert und der Andere soll es gewesen sein?

Es kam nicht gut an bei der Frenchie -Besitzerin, als ich sagte, versicherungstechnisch sei der Andere auf der sicheren Seite. Auch nicht, als ich sagte, der viel größere Hund hätte den deutlich kleineren ernsthaft verletzen können, habe ihm aber nur das Ohr geratscht.

Gut, anständig von dem mir bekannten Hundebesitzer war es nicht, einfach so weiterzugehen, wenn die Dame kollabiert.

Merke:

1. Kommt ein angeleinter Hund, bring deinen unter Kontrolle und suche das Gespräch mit dem anderen Besitzer, bevor ihr eure Hunde zueinander lasst.

Es gibt im Freilaufgebiet drei Möglichkeiten, auf die jeder kommen kann, warum ein Hund an der Leine ist, zwei davon können deinem Hund gefährlich werden :

– der andere Hund ist nicht abrufbar oder noch nicht sicher trainiert und vielleicht trainiert er gerade
– der andere Hund ist krank und vielleicht sogar ansteckend
– der andere Hund ist nicht verträglich.


2. Lerne, deinen Hund zu lesen und erkenne, wann er gerade provoziert.

Angeleinter Hund – Warum? Ein wi

Neue Verordnung : Klöckner plant Gassi-Pflicht | tagesschau.de – Wider allen tierischen Ernsts

https://www.tagesschau.de/inland/kloeckner-hundeverordnung-101.html

Sehr geehrte Frau Bundesministerin,

als mich – als langjährige Hundebesitzerin und auch -ausführerin – diese Meldung ereilte, erschloss sich mir durchaus, warum Sie den Orden wider des tierischen Ernst erhalten haben.

Eine Hundeschulpflicht für jeden Neu-Hundehalter, die hätte ich begrüßt, aber das hier ist eine Farce.

Jeder Hund – egal, wie jung oder alt, wie agil oder träge, wie gesund oder krank – soll nun zu einer zweistündige Gassi-Pflicht verdammt werden? Worin besteht da der Tierschutz? Wie komme ich damit meinem Hund entgegen?

Haben Sie jemals einen Hund besessen?

Wahrscheinlich nicht…

Denn sonst wüssten Sie es besser.

Mein Hund ist das wichtigste Mitglied meiner Familie! Und das nicht, weil ich ihn vermenschliche oder generell soziophob wäre, sondern weil es DAS Mitglied meiner Familie ist, für das ich Zeit seines Lebens die ABSOLUTE VERANTWORTUNG habe.

Meine Kinder können an den Kühlschrank gehen und sich etwas zu essen nehmen, mein Partner kriegt es auch alleine hin, die Toilette aufzusuchen…

Wenn ich meinem Hund keinen gefüllten Napf hinstelle, wenn ich ihn nicht zum Toilettengang ausführe, wenn ich ihn keinem Tierarzt vorstelle, wenn er krank ist…alleine kann er es nicht.

Er ist absolut auf mich angewiesen.

Und dem entspreche ich auch, denn ich liebe meinen Hund und ich lege meine Hand dafür ins Feuer, dass es dem Gros der Hundebesitzer genauso geht.

Natürlich gibt es Unverstand, natürlich gibt es Menschen, die, aus Profitgier oder weil sie ein Statussymbol brauchen, Tiere anschaffen…

Aber behebt man das mit einer Verordnung dieser Art? Ist eine Verordnung die Heilung für fehlendes Verantwortungsbewusstsein?

Ich kündige schon einmal an – ich werde mich dann wohl strafbar machen!

Ich führe keinen Welpen 2 Stunden am Tag aus, wenn als Regel gilt: Lebensmonat×5Minuten= Spaziergangszeit.

Ich führe meinen Weltbesten nicht 2 Stunden am Tag aus, wenn die Sonne knallt oder es aus Kübeln gießt oder wenn er gerade mit seinem Kumpel gespielt hat und nicht mehr kann oder wenn seine alten Gelenke ihm wehtun.

Ich führe einen gemütlichen Mops nicht genau dieselben 2 Stunden am Tag aus wie einen Schäferhund, der rennt und flitzt und der heute noch nicht gearbeitet hat.

Mach ich nicht!

Machen Sie doch mal eine Verordnung, in der jeder Besitzer seinen Hund seinen Anlagen und seinem Wesen entsprechend fördern und fordern muss, ihn zu seinem eigenen Schutz und dem Schutz anderer Grundgehorsam beibringen muss, seine Bedürfnisse kennen muss, ihm erlauben muss, sozial angemessenes Verhalten zu lernen.

Das wäre eine Aktion und nicht Sommerloch-Aktionismus, wo es doch so viel Wichtigeres zu verordnen gäbe!

Hund entlaufen…Was tun?

Heute im Wald:

Wir biegen ums Eck, steht da ein Großelternpaar mit kleiner Enkeltochter und gelber Labbi-Hündin und eine Dame mit einem braunen Labbi-Rüden und einem Golden-Mix, Hunde unbekannt, aber bei Labbis wird mein Weltbester immer ganz wuschig, also großes Labbi-Hallo!

Die Dame mit braunem Labbi und Golden-Mix geht weiter, pfeift ein Mal, beide Hunde kommen gerannt. Als sie weg ist, fragt die Dame mit der gelben Hündin mich: „Gehört der Braune nicht zu Ihnen?“

Ich guck der Dame mit den 2 Hunden hinterher, „Öhm….nee. ..Ich dachte, der gehört dazu. Wenn nicht….wird das der Schoki sein. Die wohnen hier unten am Wald. Den Hund kenne ich, aber habe ihn jetzt spontan nicht erkannt, weil er sonst immer bei Spaziergängen an der Leine läuft… und auch immer von allen Hunden weggehalten wird….Kann er also eigentlich gar nicht sein…Es sei denn, er ist aus der Tür gefitscht.“

Tja, Dame mitsamt Schoki nicht mehr zu sehen.

Als ich zum Haus am Waldrand stiefel, kommt schon ein Auto gefahren.

Schokis Besitzer sucht Schoki, ich sag ihm, wo ich ihn gesehen habe und dass ich ihn auch mitgenommen hätte, aber mir spontan nicht klar war, dass er nicht zu dieser Frau gehörte, auf die er nach einem Pfiff sofort gelaufen war.

Er erzählt mir, Schoki würde regelmäßig von anderen Hundebesitzern nach Hause gebracht, wenn er mal wieder vom Gelände läuft, weil irgendetwas offen steht.

Er erzählt mir auch, man habe ihn vor kurzem aus einem Tierheim 20 Kilometer entfernt holen müssen.

Ja, er würde mit anderen mitlaufen.

Manchmal ist der Reiz zu groß, manchmal gibt ein Hund mal Kniegas.

Was ist dann zu tun?

1.Stehenbleiben und rufen. Der Hund kommt, hat er Bindung und ist er nicht so triebstark, dass er darüber alles vergisst, dorthin zurück, wo er seine Leute vermutet.

2. Spaziergänger und andere Hundebesitzer sensibilisieren, ansprechen, fragen, ob sie den Hund gesehen haben, sie informieren, dass, wenn sie ihn sehen sollten, ansprechen können (wenn er denn ansprechbar ist und nicht voller Panik und kopflos und suchend durch die Gegend läuft.)

3. Feuerwehr anrufen und dort mitteilen, wo man ist und welchen Hund man vermisst und unter welcher Nummer man erreichbar ist.

Wenn man Glück hat, hat der Finder ebenfalls schon die Feuerwehr alarmiert und mitgeteilt, dass er den Hund gesehen oder sogar schon eingesammelt hat. Ist mir bereits 2x passiert, als ich einen Hund gefunden habe und die Feuerwehr mir direkt mitgeteilt hat, wie ich den Besitzer erreiche.

Letzteres sollte man natürlich erst nach einiger Zeit tun, wenn die ersten beiden Punkte nichts gebracht haben.

Taucht der Hund nicht wieder auf – Ruhe bewahren.

Wenn man nicht gerade neben einer Autobahn den Hund hat frei laufen lassen oder er zum Beispiel einen sehr großen Jagdtrieb hat und so lange hetzt, bis er das Wildtier erlegt hat oder nicht mehr kann (aber dann täte ich meinen Hund als Schutzmaßnahme eh nicht unkontrolliert frei laufen lassen…) –

gerade da, wo viele Hundeleute gehen, kennt man sich und man kann auch schon darauf vertrauen, dass Hundeleute wissen, wie man sich fühlt, wenn der Hund abhanden kommt und dass sie den Hund dann einsammeln bzw.an geeigneter Stelle kundtun, wo sie ihn gesehen haben.

Ansonsten 4.

ein Familienmitglied oder bekannten Hundeleut an der Stelle deponieren, wo man den Hund das letzte Mal gesehen hat, nach Hause fahren und schauen, ob der Hund nach Hause gelaufen ist. Ist er es nicht, Aushänge ausdrucken und an die Bäume pinnen.

5. Tasso und alle Tierheime in der Gegend kontaktieren.

Tierheime auch abfahren!

Mein ehemaliger Ausbilder fand seinen Hund erst, als er persönlich ins Tierheim fuhr und das, obwohl er 2 Wochen lang täglich dort angerufen hatte. ‚Tschuldigung, wir haben den Chip nicht gefunden…‘

Was kann man tun, um gar nicht erst in diese Situation zu kommen?

Natürlich: ERZIEHEN UND SICHERES ABRUFEN TRAINIEREN.

Trotzdem startet jeder Hund mal los. Dann hilft nur:

1. BINDUNG, BINDUNG, BINDUNG!

Wenn Bindung vorhanden, legt mein Hund Wert darauf, dass wir gemeinsam in den Wald hinein- und aus dem Wald herausgehen.

2. Hund sichern, wenn es unübersichtlich wird.

Wenn Hundemeuten kommen (Hetzverhalten!), wenn ein Hund unsicher ist ggü optischen oder akustischen Reizen (Silvester, Laubbläser, Gewitter, etc.), wenn er sehr triebstark ist – Leine oder Schleppleine dran.

3. Kontaktinformationen am Hund deponieren,ggf. Hund registrieren lassen.

Wir haben an jedem Geschirr solch eine Plakette mit seinem Namen und meiner Handynummer.

4.

wie der Fall von Schoki wohl zeigt:

Hund auch mal Hund sein und Sozialkontakt haben lassen dürfen, damit er nicht, sobald mal eine Tür offen steht, sich seinen Sozialkontakt selbst holt…

Es macht sprachlos…

Es ist etwas anderes, ob man etwas iwo von iwem gehört hat, gelesen, gesehen, jemand kennt jemanden, der jemanden kennt, der von jemandem gehört hat, dass. ….

oder jemand, den man persönlich kennt, berichtet jemandem Auge in Auge, was ihm widerfahren ist und man weiß : Jedes Wort, das man gerade zu hören bekommt, ist wahr und was da erzählt wird, ist haargenau so passiert.

Heute zeigt mir ein Bekannter ein Bild von seinem Hund. Das machen wir, wenn wir uns sehen, so wie Hundebesitzer das tun.

„Mein Hund mit seinem neuen Spielzeug.“

„Mein Hund, wie er in seinem Korb schläft.“

„Mein Hund, wie er auf einem Spaziergang in einer Röhre Platz genommen hat und mich anguckt, als würde er sagen: Und? Was machen wir jetzt Schönes?“

Heute zeigt er mir ein Bild, wie sie abliegt und sich mit der langen Zunge über die Nase leckt. Und ich sagen noch: „Wie du das immer hinkriegst, solche Spitzenfotos von deinem Hund zu machen!“

Es ist eine junge Malinois-Hündin, die er erst vor einigen Monaten aus schlechter Haltung übernommen hatte, weil der Besitzer vorher sie hatte einschläfern lassen wollen, weil sie manchmal lahm lief wegen einer Verletzung an der Hinterhand.

Er total happy mit ihr und sie mit ihm.

Er packt sein Handy wieder weg und sagt: “ Letztes Foto von ihr.“

Bitte wie?

Folgendes war passiert: Er hatte sich für eine andere Hunderunde entschieden, weil da, wo er sonst geht, zu viele Glasscherben rumliegen. Zum ersten Mal in einem anderen Wald. Die Hündin läuft ins Gestrüpp am Wegrand, er sieht, sie nimmt etwas auf, er ruft, sie kommt, auf dem Weg schluckt sie herunter, was sie im Maul hat, bei ihm angekommen, würgt sie schon, viel, viel Blut und ein Stück Fleischwurst, darin – wie die Tierärztin später zählt 16 klein gebrochene Rasierklingen -, als sie beim Arzt ankommen, ist die Hündin bereits tot.

16!

Es gibt wohl Fälle, in denen Hunde das überleben, mit schneller Not-OP und wenn es wenige sind oder sie ‚günstig sitzen‘ und nicht direkt alles aufschneiden.

Aber 16 in etwa 10 cm Wurst?

Da hatte Anka wohl keinerlei Chance.

Wie krank ist das?

Beim Interview von Freund Google gibt es diese weiteren häufigen Suchen….Man beachte die häufigsten 2…

PASST AUF EURE 4-BEINER AUF!

Das kann man tun:

http://www.erste-hilfe-beim-hund.de/cgi-php/rel00a.prod/joomla/Joomla_1.6/index.php/giftkoeder-praevention

Die Zeck muss weg

Oder eher:

Warum sind einige Hunde attraktiver als andere?

Das habe ich mich die Tage gefragt, denn mein Weltbester hat kaum eine. Freitag waren es 4 an einem Tag, 2 davon ‚gehörten zusammen‘ und krabbelten auf dem Tuch direkt in entgegengesetzte Richtungen als wollten sie sagen ‚Sag’s nicht meiner Frau / meinem Mann…‘

Quelle: Wikipedia – Männchen huckepack

Mein Weltbester hat kaum welche und das, obwohl er ‚unbehandelt‚ ist.

Aber ist er das vielleicht gar nicht?

Manch einer schwört auf die chemische Keule.

Keine Frage, wenn mein Hund so aussähe, denn da ist es nicht nur widerlich, sondern schon gefährlich.

Viele Zecken saugen viel Blut.

Quelle: holidogtimes.com

Da würde ich auch nicht zögern, da chemisch nachzuhelfen.

Aber für kleine Zeckchen in der Woche und dann Wochen keine oder mal eine?

Ein Kollege, seines Zeichens passionierter Jäger, erzählte mir die Tage, sein Jagdhund bekäme so eine Tablette und sei dann geschützt gegen alles. Definiere geschützt, denn er schob nach, beißen würden sie dennoch und abklauben müsse er sich auch noch.

Seit ich 2016 ein Hundebesitzer-Ehepaar im Urlaub an der Nordsee – Zeckengebiet, jede zweite Zecke mit Lyme-Borreliose durchseucht Lyme-Borreliose – traf, bekommt der Weltbeste weder irgendwelche Tabletten noch Spot-Ons, denn das Paar berichtete, ihr Vorgänger-Hund habe zentralnervöse Störungen nach einem Spot-on gezeigt und sei in diesem Zuge qualvoll gestorben.

Es ist was anderes, ob man iwas iwo liest oder ob man jemanden kennenlernt, der es selbst erlebt hat….

Auch pflanzliche Präparate sind mit Vorsicht zu genießen, gerade bei Katzen, die generell ‚enzym-ärmer‘ sind und bei denen sich daher Stoffe nicht abbauen können. Vgl. dazu Vergiftungen bei Katzen

Aber auch bei Hunden, zum Beispiel Hütern, die unter einem Gendefekt, dem MDR-1 MDR1 leiden können.

Zecken übertragen Krankheiten, keine Frage. Borreliose und FSME Wiki – FSME sind die häufigsten.

Aber doch Frage: Wie gefährdet sind Tiere zu erkranken?

Würden Wildtiere im großen Stil ernsthaft daran erkranken – gäbe es sie dann noch oder wären sie schon ausgestorben?

Tiere eher Träger als Erkrankte?

Viele Haustiere tragen Antikörper. Das ist belegt. Aber ich trage auch Antikörper gegen Röteln und Tuberkulose. Das ist auch belegt. Erkrankt bin ich an beidem niemals. Wenn ich Antikörper trage, heißt das zunächst nur einmal, ich war dem Erreger ausgesetzt und mein Immunsystem ist angesprungen.

Zurück zur Eingangsfrage:

Warum sind einige Hunde attraktiver für Zecken als andere?

Warum werden einige Menschen von Mücken gerade verspeist, während andere kaum anziehend wirken? Warum kriegt der eine eher eine Halsentzündung, während der andere jeden Magen-Darm-Infekt anzieht?

Umfeld+

Veranlagung +

Gesundheitszustand +

Ernährung +

Zufriedenheit bzw. Stresslevel

DAS sind wohl entscheidende Faktoren.

Der Weltbeste ist ‚unbehandelt‚ , aber vllt auch nicht, denn er ist

– entspannt, weil er Hund sein darf, seinen Anlagen ensprechend beschäftigt wird und auch Sozialkontakt mit Artgenossen haben darf

und

– wird gebarft.

Das einzige, was wir noch tun, ist, die Füße nach jedem Spaziergang abzuwaschen. Dies dient eher der Unterstützung des Kreislaufs (und der Sauberkeit in meiner Wohnung), aber hat auch schon die eine und auch andere Zecke einfach so runtergespült.

Blog-Abstinenz

Wir sind faul gewesen, der Weltbeste und ich, keine Ahnung, warum.

Und dabei sind noch 3 Beiträge als Entwürfe gespeichert…

Wir sind wieder am Start 😊.

Einrichtungsvorschläge a la Hund

Der modebewusste Weltbeste trägt nicht nur zu jedem Spaziergang eine neue Kriegsbemalung.

Nein, er gibt auch wertvolle Einrichtungstipps.

So sollte der Fressnapf am besten hier stehen.

So kann er noch einmal aufgefüllt werden, bevor es losgeht.

Das Spielzeug, wir nennen das Kunstwerk upright schnitzel, obwohl es eigentlich keines ist, wird nahezu skulptur-esk auf die Couch drapiert.

Wie er das da so aufgestellt hat, keine Ahnung.

Und Weltbester daselbst

Nichts schmückt eine Couch besser als ein Hund. 😃

Zecke 1

Tag 114 / 365 – Zecke 1 – guter Schnitt, wie ich finde. Angeregt durch Wolkes Post über Schutz vor Zecken und Co. hab ich das mal Revue passieren lassen…

Letztes Jahr…knapp 20, dieses Jahr erst 1.

Der weltbeste Hund ist unbehandelt – kein Spot-on, kein Halsband, keine Tabletten, keine Nahrungsergänzungsmittel, die abwehrend wirken.

Warum hat er so wenige, während mein Kollege mir Anfang der Woche noch erzählt, er hätte die Tage x von seinem heruntergezupft und ich muss überlegen und sage Nee, wir hatten noch keine.

Wie macht ihr das?

Gute Frage, nächste Frage.

Ich bin gegen zu viel Chemie, ich komme aus der homöopathischen Ecke, gestehe aber, wenn der Kosten-Nutzen-Faktor stimmt – und mit Kosten meine ich nicht die finanziellen- muss Chemie manchmal sein.

Die Dosis macht das Gift.

Einige Mittel kommen jedoch auf keinen Fall für mich infrage – Tabletten, am besten noch solche, die vermeintlich gegen Zecken, Flöhe, Haarlinge, Milben und Würmer aller Art wirken. Die wirken systemisch und über Monate. Das bedeutet, es befindet sich über viele Monate im kompletten Körper meines Hundes, belastet Nieren und Leber allemal. Akutes Organversagen ist schon aufgetreten und der Hund – auch einer, den ich persönlich kenne – kann in einen sehr akuten und lebensbedrohlichen Zustand geraten.

Leber- oder Nierenversagen zur Vermeidung eines dummen Stechviehs?

Das klingt vielleicht polemisch, vielleicht auch ein bisschen simpel gedacht, aber, platt gesagt, seit es Säugetiere gibt, gibt es anderes Getier, das sie als Wirt benutzen.

Ötzi hatte Würmer – und starb durch einen Menschen, der ihn angriff. Die Würmer störten ihn wenig. Zecken hatte er in seinem Leben sicherlich auch ein paar. Manche Dinge sind einfach unvermeidbar.

Habe ich einen Hund, hat der mal Zecken oder Flöhe oder Würmer. So ist das eben.

Dann müssen wir die eben wieder loswerden.

Das passiert bei uns so:

mit dem großartigen Zeckenhaken.

Meiner Meinung nach dem besten Gerät auf Erden für diesen Zweck.

Zangen finde ich wenig praktikabel, denn die sind relativ grob, die Greifmechanik schnell kaputt.

Zeckenkarte – für meinen Hund wenig praktikabel, denn er hat vorzugsweise dort Zeckchen sitzen, wo die Karte sperrig ist, über dem Auge, auf dem Nasenrücken, im Ohr. Unpraktisch.

Der Haken funktioniert so:

Ganz nah auf der Haut über die Zecke stülpen, so drücke ich den Darm nicht ein und kriege Kopf und Beißwerkzeuge mit raus und drehen. Sie ploppt nahezu von alleine raus, zappelt noch äußerst lebendig, alles noch dran.

Super Erfindung. Auch praktisch am Schlüsselbund mitzutragen, immer dabei, was bei einer Pinzette, die auch super funktioniert, schwieriger ist.

Verhindern, dass Zeckentfernung nötig ist? Vorsorge? Gerne! Aber welche?

Tabletten sind, wie gesagt, für mich kategorisch raus.

Halsbänder? Sind sicherlich die geringste chemische Keule, weil ich sie abnehmen kann, wenn ich drinnen bin. Aber sie riechen derart unangenehm und ungesund, dass mich die Chemie darin förmlich anspringt. Die Dosis muss hoch sein, muss ja den ganzen Hund von außen umwehen. Außerdem dürfen sie nicht nass werden – für einen Wasserhund unpraktisch, beim Wolkenbruch auch für Wasserscheue wenig sinnbringend.

Natürlichere Varianten?

Ätherische Öle, die ich, nach demselben Prinzip wie das Halsband, den Hund ‚unwehen‘? Damit zerschieß ich ihm den Geruchssinn – wenn er jagdlich geführt wird oder Suchhund ist – auch kontraproduktiv. Außerdem muss auch der Mensch den Kokosgeruch, den er ja auch auf Decken und in Körbchen verteilt, mögen, Schmier auf der Couch und dem Boden inklusive.

Ledum C200 als Vorsorgemaßnahme? Ledum ist ein homöopathisches Mittel zur Behandlung von Tierbissen. Aber so funktioniert Homöopathie nicht. Ich kann das Mittel geben, wenn ein Symptom da ist, auf das es passt, aber ist kein Symptom da und ich gebe ein Mittel drauf, mache ich mehr kaputt als dass es helfen würde. Näheres dazu bald hier.

Verhältnismäßigkeit?

Das Gefährliche an Zecken in unseren Breiten sind zwei mögliche Erkrankungen, die FSME (FSME _Wiki) eine Hirnhautentzündung, und die Lyme-Borreliose (Borreliose _Wiki) , die zu vielen Symptomen, u.a. wechselnden Paralysen und entzündlichen Prozessen an den Gelenken führen kann.

Nach Aussage einiger Tierärzte, mit denen ich darüber gesprochen habe, ist das Gebiet, in dem wir wohnen, mit beidem nicht durchseucht. Es würden Stichproben genommen und labortechnisch untersucht. Ob das richtig ist und in welcher Form das (noch) stattfindet (die aktuellste Karte, die ich online gefunden habe, aus vertrauenswürdiger Quelle war aus drm Jahr 2009?), weiß ich nicht, bin aber geneigt, das zu glauben.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es mal großes Kino gab, als ich in Augsburg auf dem Weg in den Urlaub ins tiefere Bayern von einer Zecke gebissen wurde und man mich am Zielort, als man hörte, wo ich die Zecke eingesammelt hatte, postwendend zu einem Arzt schickte, eine Impfung gegen FSME abholen.

Solche Erhebungen gibt es also.

Wenn es hart auf hart kommt, zum Beispiel vor einem Besuch in Niedersachsen, wo die Durchseuchung mit Borreliose immens ist, in einigen Ecken ist jede Zweite Überträger, bekommt mein Hund einen Spot-on. Und zwar Frontline. Der Wirkstoff Fibronil ist im Versuch an Kleintieren krebserregend, das ist ein Fakt und das ist mir klar.

Fühle ich mich deswegen schlecht?

Nein.

Denn Trinken aus Plastikflaschen ist ebenfalls krebserregend, das Essen von in Plastik eingepackten Lebensmitteln auch, Nanopartikel in Shampoos genauso.

Autoabgase, Glyphosat im Boden, Farben und Lacke in Möbeln. Gehe ich mit meinem Hund deswegen nicht mehr an einer Straße entlang oder lass ihn nicht mehr über Felder und Wiesen laufen und sich nicht mehr in meiner Wohnung aufhalten?

2x in Jahr einen Spot – on zu nutzen finde ich absolut erträglich und vertretbar.

Minimale Belastung, das Gift geht nicht über sein System, sondern setzt sich in die Hautschichten, die sich nach wenigen Monaten komplett erneuert haben, die alten abgestoßen.

Ich benutze genau dieses Präparat, weil die anderen noch schlimmer sind. Ein Tropfen einiger anderer Präparate von einer Katze aufgeleckt und sie stirbt und das sehr schnell.

Und allgemein muss man sich wohl auch die Frage gefallen lassen, was das ganze soll, wenn die Zecke eh erst einmal beißen muss, bevor das Mittel wirken kann. Und wenn sie gebissen hat und dann merkt, dass es zuende geht, was macht sie dann, im Todeskampf noch mehr Erreger in die Wunde spucken? Oder merkt sie es gar nicht richtig und diese Gefahr besteht gar nicht.

Na ja, es hat noch niemand eine Zecke diesbezüglich befragen können.

Was mich zurück zur Ausgangsfrage bringt:

Warum ist mein Hund für Zecken glücklicherweise nicht so attraktiv?

Ich denke, er riecht einfach nicht attraktiv genug. Dies ist ja durchaus auch die Strategie bei dem einen oder anderen Hilfsmittel gegen Zeckenangriff, der ‚unwehende Duft‘.

Als Kind hatten mich auch alle Mücken sehr lieb, 5 Leute in einem Campingzelt, ich war am nächsten Morgen die mit den 37 Mückenstichen. Mit der Pubertät war das vorbei.

Es hat etwas mit dem Duftcocktail zu tun, den man ausstrahlt.

Brans Vorgänger Gilligan hatte nahezu niemals Zecken – Allergie, die sich über die Haut den Weg suchte und deswegen spezielle Diät, er roch nicht attraktiv, Mutters Hund Louis sammelte bei demselben Spaziergang 10 Zecken ein, keine Diät.

Bran wird gebarft, bekommt rohes, unbehandeltes, unverändertes, normales Fleisch. Fleisch für den Fleischfresser. Er riecht wie er riechen muss, normal, gesund und widerstandsfähig.

Sein Organismus kann mir dem gut umgehen, womit ein normaler Hund eben umgehen muss, eben auch mal einem kleinen Wurm oder Floh oder mal einer Zecke.