Einrichtungsvorschläge a la Hund

Der modebewusste Weltbeste trägt nicht nur zu jedem Spaziergang eine neue Kriegsbemalung.

Nein, er gibt auch wertvolle Einrichtungstipps.

So sollte der Fressnapf am besten hier stehen.

So kann er noch einmal aufgefüllt werden, bevor es losgeht.

Das Spielzeug, wir nennen das Kunstwerk upright schnitzel, obwohl es eigentlich keines ist, wird nahezu skulptur-esk auf die Couch drapiert.

Wie er das da so aufgestellt hat, keine Ahnung.

Und Weltbester daselbst

Nichts schmückt eine Couch besser als ein Hund. 😃

Zecke 1

Tag 114 / 365 – Zecke 1 – guter Schnitt, wie ich finde. Angeregt durch Wolkes Post über Schutz vor Zecken und Co. hab ich das mal Revue passieren lassen…

Letztes Jahr…knapp 20, dieses Jahr erst 1.

Der weltbeste Hund ist unbehandelt – kein Spot-on, kein Halsband, keine Tabletten, keine Nahrungsergänzungsmittel, die abwehrend wirken.

Warum hat er so wenige, während mein Kollege mir Anfang der Woche noch erzählt, er hätte die Tage x von seinem heruntergezupft und ich muss überlegen und sage Nee, wir hatten noch keine.

Wie macht ihr das?

Gute Frage, nächste Frage.

Ich bin gegen zu viel Chemie, ich komme aus der homöopathischen Ecke, gestehe aber, wenn der Kosten-Nutzen-Faktor stimmt – und mit Kosten meine ich nicht die finanziellen- muss Chemie manchmal sein.

Die Dosis macht das Gift.

Einige Mittel kommen jedoch auf keinen Fall für mich infrage – Tabletten, am besten noch solche, die vermeintlich gegen Zecken, Flöhe, Haarlinge, Milben und Würmer aller Art wirken. Die wirken systemisch und über Monate. Das bedeutet, es befindet sich über viele Monate im kompletten Körper meines Hundes, belastet Nieren und Leber allemal. Akutes Organversagen ist schon aufgetreten und der Hund – auch einer, den ich persönlich kenne – kann in einen sehr akuten und lebensbedrohlichen Zustand geraten.

Leber- oder Nierenversagen zur Vermeidung eines dummen Stechviehs?

Das klingt vielleicht polemisch, vielleicht auch ein bisschen simpel gedacht, aber, platt gesagt, seit es Säugetiere gibt, gibt es anderes Getier, das sie als Wirt benutzen.

Ötzi hatte Würmer – und starb durch einen Menschen, der ihn angriff. Die Würmer störten ihn wenig. Zecken hatte er in seinem Leben sicherlich auch ein paar. Manche Dinge sind einfach unvermeidbar.

Habe ich einen Hund, hat der mal Zecken oder Flöhe oder Würmer. So ist das eben.

Dann müssen wir die eben wieder loswerden.

Das passiert bei uns so:

mit dem großartigen Zeckenhaken.

Meiner Meinung nach dem besten Gerät auf Erden für diesen Zweck.

Zangen finde ich wenig praktikabel, denn die sind relativ grob, die Greifmechanik schnell kaputt.

Zeckenkarte – für meinen Hund wenig praktikabel, denn er hat vorzugsweise dort Zeckchen sitzen, wo die Karte sperrig ist, über dem Auge, auf dem Nasenrücken, im Ohr. Unpraktisch.

Der Haken funktioniert so:

Ganz nah auf der Haut über die Zecke stülpen, so drücke ich den Darm nicht ein und kriege Kopf und Beißwerkzeuge mit raus und drehen. Sie ploppt nahezu von alleine raus, zappelt noch äußerst lebendig, alles noch dran.

Super Erfindung. Auch praktisch am Schlüsselbund mitzutragen, immer dabei, was bei einer Pinzette, die auch super funktioniert, schwieriger ist.

Verhindern, dass Zeckentfernung nötig ist? Vorsorge? Gerne! Aber welche?

Tabletten sind, wie gesagt, für mich kategorisch raus.

Halsbänder? Sind sicherlich die geringste chemische Keule, weil ich sie abnehmen kann, wenn ich drinnen bin. Aber sie riechen derart unangenehm und ungesund, dass mich die Chemie darin förmlich anspringt. Die Dosis muss hoch sein, muss ja den ganzen Hund von außen umwehen. Außerdem dürfen sie nicht nass werden – für einen Wasserhund unpraktisch, beim Wolkenbruch auch für Wasserscheue wenig sinnbringend.

Natürlichere Varianten?

Ätherische Öle, die ich, nach demselben Prinzip wie das Halsband, den Hund ‚unwehen‘? Damit zerschieß ich ihm den Geruchssinn – wenn er jagdlich geführt wird oder Suchhund ist – auch kontraproduktiv. Außerdem muss auch der Mensch den Kokosgeruch, den er ja auch auf Decken und in Körbchen verteilt, mögen, Schmier auf der Couch und dem Boden inklusive.

Ledum C200 als Vorsorgemaßnahme? Ledum ist ein homöopathisches Mittel zur Behandlung von Tierbissen. Aber so funktioniert Homöopathie nicht. Ich kann das Mittel geben, wenn ein Symptom da ist, auf das es passt, aber ist kein Symptom da und ich gebe ein Mittel drauf, mache ich mehr kaputt als dass es helfen würde. Näheres dazu bald hier.

Verhältnismäßigkeit?

Das Gefährliche an Zecken in unseren Breiten sind zwei mögliche Erkrankungen, die FSME (FSME _Wiki) eine Hirnhautentzündung, und die Lyme-Borreliose (Borreliose _Wiki) , die zu vielen Symptomen, u.a. wechselnden Paralysen und entzündlichen Prozessen an den Gelenken führen kann.

Nach Aussage einiger Tierärzte, mit denen ich darüber gesprochen habe, ist das Gebiet, in dem wir wohnen, mit beidem nicht durchseucht. Es würden Stichproben genommen und labortechnisch untersucht. Ob das richtig ist und in welcher Form das (noch) stattfindet (die aktuellste Karte, die ich online gefunden habe, aus vertrauenswürdiger Quelle war aus drm Jahr 2009?), weiß ich nicht, bin aber geneigt, das zu glauben.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es mal großes Kino gab, als ich in Augsburg auf dem Weg in den Urlaub ins tiefere Bayern von einer Zecke gebissen wurde und man mich am Zielort, als man hörte, wo ich die Zecke eingesammelt hatte, postwendend zu einem Arzt schickte, eine Impfung gegen FSME abholen.

Solche Erhebungen gibt es also.

Wenn es hart auf hart kommt, zum Beispiel vor einem Besuch in Niedersachsen, wo die Durchseuchung mit Borreliose immens ist, in einigen Ecken ist jede Zweite Überträger, bekommt mein Hund einen Spot-on. Und zwar Frontline. Der Wirkstoff Fibronil ist im Versuch an Kleintieren krebserregend, das ist ein Fakt und das ist mir klar.

Fühle ich mich deswegen schlecht?

Nein.

Denn Trinken aus Plastikflaschen ist ebenfalls krebserregend, das Essen von in Plastik eingepackten Lebensmitteln auch, Nanopartikel in Shampoos genauso.

Autoabgase, Glyphosat im Boden, Farben und Lacke in Möbeln. Gehe ich mit meinem Hund deswegen nicht mehr an einer Straße entlang oder lass ihn nicht mehr über Felder und Wiesen laufen und sich nicht mehr in meiner Wohnung aufhalten?

2x in Jahr einen Spot – on zu nutzen finde ich absolut erträglich und vertretbar.

Minimale Belastung, das Gift geht nicht über sein System, sondern setzt sich in die Hautschichten, die sich nach wenigen Monaten komplett erneuert haben, die alten abgestoßen.

Ich benutze genau dieses Präparat, weil die anderen noch schlimmer sind. Ein Tropfen einiger anderer Präparate von einer Katze aufgeleckt und sie stirbt und das sehr schnell.

Und allgemein muss man sich wohl auch die Frage gefallen lassen, was das ganze soll, wenn die Zecke eh erst einmal beißen muss, bevor das Mittel wirken kann. Und wenn sie gebissen hat und dann merkt, dass es zuende geht, was macht sie dann, im Todeskampf noch mehr Erreger in die Wunde spucken? Oder merkt sie es gar nicht richtig und diese Gefahr besteht gar nicht.

Na ja, es hat noch niemand eine Zecke diesbezüglich befragen können.

Was mich zurück zur Ausgangsfrage bringt:

Warum ist mein Hund für Zecken glücklicherweise nicht so attraktiv?

Ich denke, er riecht einfach nicht attraktiv genug. Dies ist ja durchaus auch die Strategie bei dem einen oder anderen Hilfsmittel gegen Zeckenangriff, der ‚unwehende Duft‘.

Als Kind hatten mich auch alle Mücken sehr lieb, 5 Leute in einem Campingzelt, ich war am nächsten Morgen die mit den 37 Mückenstichen. Mit der Pubertät war das vorbei.

Es hat etwas mit dem Duftcocktail zu tun, den man ausstrahlt.

Brans Vorgänger Gilligan hatte nahezu niemals Zecken – Allergie, die sich über die Haut den Weg suchte und deswegen spezielle Diät, er roch nicht attraktiv, Mutters Hund Louis sammelte bei demselben Spaziergang 10 Zecken ein, keine Diät.

Bran wird gebarft, bekommt rohes, unbehandeltes, unverändertes, normales Fleisch. Fleisch für den Fleischfresser. Er riecht wie er riechen muss, normal, gesund und widerstandsfähig.

Sein Organismus kann mir dem gut umgehen, womit ein normaler Hund eben umgehen muss, eben auch mal einem kleinen Wurm oder Floh oder mal einer Zecke.

Nicht katholisch…

ist mein Hund, denk ich.

Oder vielleicht doch, vielleicht gerade?

Wir wohnen in einer Art ‚Kirchenzweieck‘ – 300 Meter die eine Straße hoch ist eine katholische Kirche, etwa 400 die andere eine evangelische.

Heute ist Kommunion, also bimmelt es lustig von den Katholen her, irgendetwas ist auch in der evangelischen los, denn von da bimmelt es auch.

Mir fällt das gar nicht so sehr auf, wann da jetzt was bimmelt, aber mein Hund…sitzt dann auf der Couch und jankt und heult mit.

Aber nur mit den Katholen! Gehen wir an einer der beiden Kirchen vorbei, wenn die Glocken läuten, keine Reaktion bei den evangelischen Glocken, großes Tamtam bei den katholischen.

So wird hektisch, er fängt an zu rennen, er bellt, heult, jault.

Meine Interpretation bislang – es ist zu laut, es ist ein besonderer Klang bei genau diesen Glocken, die ihm vielleicht mit dem so guten Gehör dröhnt, den Kopf fast zerspringen lässt. So zumindest gebärdet er sich.

Heute treffe ich eine Hundebekannte, erzähle ihr davon, wie ‚gesprächig‘ mein Hund heute ist. Und sie erzählt eine seltsame Geschichte. Eine Doku über Wölfe habe sie geschaut, Reaktion ihres Hundes – einstimmen. Habe wohl uralte Instinkte im Hund geweckt.

Da scheiden sich die Geister.

Die einen sagen, reagiert der Hund auf Martinshorn oder Glockengeläut dann sei das Kontaktheulen. Sie vermuteten einen anderen Hund und wollten in Kontakt treten und kundtut, dass sie auch da sind. Uraltes Instinkwissen.

Ist das ein Mythos?

Wie viel Wolf steckt im Hund?

Oder anders gesagt – meine Ur-Uroma kam aus Polen, war eher klein und gedrungen und blond, meine Haare sind dunkel, ich bin recht groß für eine Frau und mein Polnisch ist nicht existent.

Oder ist das die falsche Herangehensweise?

Die Verfechter der Instinkt-Theorie scheinen in der Mehrheit.

Aber betrachte ich meinen Weltbesten, wenn er auf dieses Läuten reagiert…kann ich nur annehmen, das Geräusch macht ihm Kopfschmerzen der ganz, ganz schlimmen Art. Kein Schwanzwedeln, kein freudiger Gesichtsausdruck, eher blanke Panik im Blick.

Linksfuß? Rechtsfuß?

Bin ich ein Linksfuß oder ein Rechtsfuß? Das die Frage seit Sonntag Abend.

Da kam nämlich eine Reportage, in der es um die Auswahl von Blindenhunden ging.

Dort vertrat man die Meinung, einen geeigneten Führhund erkenne man sehr früh – und zwar einerseits daran, welchen Fuß er bevorzuge, andererseits in welche Richtung seine Haare an den Wirbeln wüchsen, mit oder gegen den Uhrzeigersinn. Natürlich seien das nicht die einzigen Kriterien, aber doch schon aussagekräftige.

Die Präferenz tät man herausfinden durch Beobachtung, mit welchem Fuß ein Hund zuerst auftrete.

Die Rechtsfüßer seien die besonders gelehrigen Verteter, besonders gute Beobachter, die, mit ausgeprägtem will to please. Die Linksfüßer eher kleine Chaoten.

Ich hörte meine Uschi Esoterik murmeln, doch dann war sie angefixt und musste das mal herausfinden.

Sie guckte mir auf die Füße, penetrant. So penetrant, dass ich gefühlt jeden Schritt stolperte, weil ich dachte, da müsse etwas zwischen meinen Beinen umherschwirren, wenn man da so hingucken muss. Ich war verwirrt, sie war verwirrt, denn – ‚Gibt es auch Linksrechtsfüße? Ich glaub, meiner ist so einer…‘

Und dann hat sie sich mal schlau gemacht, dachte nicht, dass sie was finden würde, wurde aber tatsächlich fündig.

Linksfuß / Rechtsfuß oder linkslastig / rechtslastig sind im Schutzhundedienst wohl gebräuchliche Charakteristika, so gebräuchlich, dass einige DSH-Züchter ihre Nachzuchten damit ‚bewerben‘.

Die Linksfüßer haben einen anderen Fokus, sind – aufgrund des anderen Ordnungsprinzip des Gehirns, Näheres dazu im beigefügten Link unten (Link in engl. Sprache) – eher ‚Mann-geil‘, Rechtsfüßer eher an Beute interessiert und deswegen führiger, eben etwas, was man bei z.B Blindenhunden gerne haben mag. Linksfüßer schießen vielleicht mal eher über, während Rechtsfüßer besonnener sind.

Sehr interessant, wie viel Wissen jemandem abgeht, wenn man eher mit bestimmten Rassen vertraut ist.

Ich bin übrigens doch kein Mischfüßler sondern rechtslastig. 🙂

Hier der Link, aus dem auch beigefügtes Bild stammt.

www.psychologytoday.com/us/blog/canine-corner/201307/dogs-left-paw-preferences-may-be-different-emotionally%3famp#ampshare=https://www.psychologytoday.com/us/blog/canine-corner/201307/dogs-left-paw-preferences-may-be-different-emotionally

Ein anderer Weltbester

Gilligan, Ginostra’s New Moon Gilligan, Brannies Vorgänger, 2000- 2012, auch ein weltbester Hund, anders ein Weltbester, aber genauso weltbest.

Es fühlt sich seltsam an, das so zu sagen, aber ich hätte, als ich Gilligan mit 12 1/2 Jahren gehen lassen musste, nicht gedacht, dass es einen neuen Weltbesten geben könnte. Dafür waren wir zu ‚eng‘, zu sehr ‚für einander‘ gemacht.

Und eigentlich war es so gar nicht gedacht, denn er war Mutters Hund, Mutters Zweithund, der Neffe von Louis, Ginostra’s Lollipop. Der erste Hund ist fertig, das große Haus ist da und ob man mit einem zum Training fährt oder spazieren geht oder mit zweien…und außerdem haben sie dann einander, immer einer zum Spielen und Kuscheln da und was ein Hund dem anderen geben kann, das kann ein Mensch nicht, so sehr er es versucht.

Dann kam es ganz anders. Louis und Gilligan mochten sich, sie waren ein gutes Team. Aber Gilligan war ’speziell‘ und brauchte ein besonderes Maß an Aufmerksamkeit.

Er war im wahrsten Sinne des Wortes hyperreaktiv. Bei einem Kind würde man sagen, er hatte ADHS. Nicht hyperaktiv, sondern hyperreaktiv.

Ein Flummi, ein Hektiker, nahm jeden Reiz mit und wenn ich sage jeden, dann meine ich jeden.

Das ging schon recht früh los, weswegen ich seine Ausbildung übernommen habe, denn wenn man 2 Hunde hat…sie ’stecken sich an‘ und bald war auch Louis nicht mehr so fertig wie er nach der BHP und Dummy-A mal war.

Manchmal hätte ich heulen können – vor Erleichterung – dass endlich das Auto in Sicht war und der Spaziergang beendet.

Woran das alles lag? Zu Beginn keine Ahnung. Charakter, dachte ich, Haltungsfehler und Langeweile vielleicht auch. Es war extrem.

Pferde – ein Problem, denn er gab Kniegas und jagte sie.

Kaninchen – ein Problem, denn die waren vor ihm auch nicht sicher, glücklicherweise war er mehr der Sprinter und sie viel zu schnell weg.

Hündinnen – ein Problem, denn wenn wir eine trafen, die auch nur heiß hätte werden können, war er hysterisch und nicht mehr ansprechbar.

Menschen – ein Problem, denn die begrüßte er gerne mal mit Anspringen und – keine Ahnung, wie er das geschafft hat – gab ihnen gern mal ein Autogramm aller 4 Pfoten (!) auf ihren Rücken. Oder er zerriss ihre T-Shirts.

Andere Hunde gleich welchen Geschlechts – ein Problem, denn vor denen ordnete er sich derart stark unter, dass er nahezu eine Schneise in den Boden zog.

Manchmal sogar Blätter – ein Problem, denn flog das x-te, gab er Kniegas hinterher und war auch da nicht mehr ansprechbar.

X Tierarztbesuche, X Trainer und X Tierheilpraktiker konnten die Probleme nicht lösen. Ich war schon lange mit meinem Latein am Ende. Es war eine Tortur. Ich besuchte Trainerseminare, ich begann, mich als Tierheilpraktiker ausbilden zu lassen, ich arbeitete an mir selbst, versuchte, jegliche Ruhe auszustrahlen, die ich irgendwie aufbringen konnte.

Alles in der Hoffnung, dass es irgendetwas hilft.

4 lange Jahre hat es gedauert, dass eine Lösung des Problems in Sicht kam.

Denn es war kein Haltungsfehler, keine Langeweile und auch war mit seinem Charakter nichts schief.

Mein Hund war Allergiker…hyperreaktiv in jedem Sinne, sowohl körperlich als auch mental. Allergisch gegen…Hausstaub, Futtermittelmilben, Konservierungsmittel, Rinderprotein, Möhren und alles, was in diese Familie gehört, Gräser, X davon.

Erst als die gefühlt tausendste Ausschlussdiät Erfolg zeigte, ließ seine Unkontrollierbarkeit nach und er wurde dauerhaft ansprechbar, erst als genuine körperliche Symptome auftraten.

Er war sein Leben lang krank, mal war es schlimmer, mal besser, immer war es schwierig, aber irgendwann war es zumindest so im Griff, dass es händelbar und er entspannt war. Schwierig immer noch Tierarztbesuche, denn jeder wollte mal den einen oder anderen Behandlungsversuch starten – auch deswegen schwierig, weil wir ja bereits alles mögliche schon mehrfach durch hatten einerseits, er andererseits auf alles mögliche an Medikamenten dann wieder reagierte und alles wieder von vorn losging.

Aber so lernt man Tierärzte kennen, ich kenne sie alle im Umkreis.

Und ich erinnere eine Situation im Urlaub, werde sie nie vergessen, saß in Tränen aufgelöst auf einer Bank im Wald, da ich nicht gedacht hatte, dass ich jemals wieder mit meinem Püppi so weit werde gehen können…Kortikoidbehandlung mit Höchstdosis, woraufhin die Allergie zwar top, aber das Immunsystem derart sublimiert, dass Lungenentzündung (bei Allergie auf Antibiotika ein besonderes Erlebnis)…40.7 Fieber, 3 Tage stationär und das Fieber ging nicht runter, als es unten war, war die Lunge geschädigt und mein Hund atmete wie ein Bergmann mit Staublunge, weiter gehen als ein paar hundert Meter war unmöglich – und das über ein JAHR lang.

Wir haben viel mitgemacht miteinander, haben gekämpft, jeden einzelnen Tag 12 1/2 Jahre lang. Als er gehen musste, hat es mich fast zerbrochen.

Bis ich verstanden habe, dass er mich zu einem besseren Menschen gemacht hat, verstanden habe, dass das, was er mich gelehrt hat, mich für mein restliches Leben begleiten wird.

Ich habe gelernt zu kämpfen, gelernt, eine eigene Meinung zu haben, Tierarzt hin oder her, habe dies fundiert mit einer Ausbildung untermauert und dies kommt nicht nur den Tieren in meinem Umfeld zugute, sondern auch den Menschen und schlußendlich mir selbst. Ich kann mich Hundetrainer schimpfen und von diesem Wissen hat dann auch zuletzt wieder mein Babyboy Bran etwas.

Und – ich habe so sehr den Fehler bei mir gesucht, wie gesagt, ich dachte, all das, was bei Gilligan falsch lief, sei ein Haltungs- oder Führerfehler, dass ich sehr, sehr viel über mich selbst nachgedacht und sehr viel über mich gelernt habe.

RIP, Gilligan, du warst der Weltbeste.

Das ganze Leben ist ein Quiz und wir sind nur die Kandidaten

Uns Uschi und ich gestern auf der Couch, ich döse, Uschi macht fünf Sachen nebeneinander, dabei läuft der Fernseher.

Und schon ist der nächste wunderbare Gedanke geboren – wir wollen ins Fernsehen. Tiere suchen ein Zuhause – bitte nicht, ich wollte gerne hier wohnen bleiben, Hundeprofi – nee, brauchen wir eher nicht, läuft bei uns, läuft gut.

Uschi ist auch gar nicht so die Rampensau, Uschi möchte einfach nur nächstes Jahr den Wild Atlantic Way hinunterfahren, mich im Schlepptau, und dafür wäre ein finanzieller Puffer ganz großartig.

Zack, mal schnell Freund Google nach ein paar Quizshows fragen, auf einem großen privaten Fernsehsender hängen bleiben.

Showdown- die Wüstenchallenge, das klingt nach Sport und warm und ist sofort raus, genauso wie Trampolinspringen, obwohl das nicht warm ist, es einem aber sicher dabei sehr warm wird.

Song from a family – das würde ‚Oma‘ gefallen, aber, das geschulte Hundeohr lässt sich nicht betuppen, diese Familie ist zu unmusikalisch und damit landen wir eher auf clipfish als auf einem Treppenplatz.

Beat the Box – das klingt ganz lustig, aber kriegen wir genügend Leute zusammen, die das auch lustig finden? Eher nicht.

Masterchef 3 – zählt Tiefkühlpizza auspacken und zusehen, wie sie im Ofen hochbackt, als Kochen?

Allestester – Trockenlunge, Trockenpansen, Trockenziemer test ich, auch gerne, wie man einen Kong gekonnt in den Wassernapf wirft und möglichst viel der Küche überschwemmt. Gibt es eine Spezialshow für Hundeartikel? Sind wir dabei. Aber für unser Auszeit-Abenteuer bringt das nicht genügend Pieselotten.

Wer wird Millionär – nachdem wir uns da beworben hatten, kingelte etwa 10 Tage später das Handy mit unterdrückter Nummer…Wir waren nicht schnell genug…okay, wir hatten das Handy nicht dabei und waren draußen unterwegs. Aber das waren sie – BESTIMMT.

THE WALL – jawoll, das ist unsers! Einer muss vorne stehen und nur immer sagen

‚Das weiß X hinten ganz bestimmt‘.

Der hinten muss sagen

‚Ich hoffe, Y, du hast nicht zu hoch gepokert, denn ich habe keine Ahnung‘

und schwupps

hat man sechsstellige Beträge gewonnen. Und die Fragen, die weiß man halt und hat Glück, aber wenn man sie nicht weiß, hatte man halt Pech und wirkt nicht wie der komplette Vollhorst.

Uschi überlegt, ob sie lieber X oder Y sein mag, entscheidet sich für Y, denn sie ist ja schließlich keine Rampensau. (Na, Uschi, Beruf verfehlt oder was?)

OK, wer eignet sich als X?

X1, unser favourite X, hat schon dankend abgelehnt, auch keine Rampensau.

X2 kollabiert, weil er zu viel nachdenkt und dann zu dem Schluss kommt, dass er sich nicht entscheiden kann oder möchte.

X3 wäre geeignet, spricht aber noch schneller als Uschi und da müsste man untertiteln, was sie sagen. Unterhaltungswert gleich 0, wenn niemand mehr folgen kann.

X4 ist crazy und macht das mit, for the fun of it, aber hat mit Geld nicht so viel am Hut, hätte dann aber genügend Geld für eine Autowäsche mit Innenraumaussaugen.

Pfiffig und vorzeigbar sind sie alle.

Uschi wird es gleich mal in den Raum werfen.

Und dann sind wir bekannt aus Funk und Fernsehen.

Ein Experiment

Wir sind experimentierfreudig – auf der Couch mit Bran, the man.

Der weltbeste Hund kommt zu Wort und keine Sorge, es wird kein hechelwedel, heute bin ich einem Ball hinterhergelaufen, wuff, war das toll!

Uschi – das ist meine Chefin – die mich Moppelpop, Bubchicki oder Meupelpeup nennt und nichts dagegen hat, wenn ich sie, genauso grenzdebil, Uschi nenne, findet diese Posts, in denen wauwuffelwau Hunde selbst zu Wort kommen, ziemlich daneben. Außerdem wehre ich mich vehement dagegen, auf wauwuffelwau dezimiert zu werden.

Wie Hildegard von Bingen schon sagte

Gib dem Menschen einen Hund und seine Seele wird gesund.

Also, auf auf, auf die Couch.

Herzlichst grüßt, Bran von und zu Freud

Gedankenleser

Oder: Er weiß, wie er heißt.

Der weltbeste Hund und ich sitzen beim Tierarzt zur Impfung. Vor uns sind noch einige andere an der Reihe. Er bleibt ruhig liegen,wedelt kurz als wollte er sagen ‚Jo,tschüss dann, Hundekumpel. Vielleicht bis zum nächsten Mal auf der Wiese.‘

Dann wird mein Name aufgerufen. Meiner,wohlgemerkt, nicht seiner. Und mein Hund läuft los Richtung Behandlungszimmer. Dass er nicht Richtung Ausgang rennt, sondern Richtung Behandlungszimmer ist nicht das verwunderliche, denn das haben wir von Welpenalter an trainiert – Behandlungszimmer = Leckerchen, die es bei uns nicht gibt, Getüddel von allen Mitarbeitern auf dem Weg.

Aber dass er scheinbar nicht nur weiß, wie er heißt, sondern auch, wie ich mit Nachnamen heiße, das schon.

Schlauer Hund,hab ich gedacht,immens schlauer Hund.

Ein paar Tage später gehen wir in den Wald. Ein Herr mit einem kleinen Hund an der Schleppe kommt uns entgegen. Ich denke mir nichts dabei, dass er an der Schleppe ist, denn das ist er immer. Man kennt sich.

Ich denke mir auch nichts dabei, als der Herr stehen bleibt, denn er hat sich in seiner Schleppe verheddert. Wir warten, bis er sich entwirrt hat, mein Hund sitzt unangeleint bei Fuß, guckt mich an, der andere Hund KOMPLETT uninteressant.

Dann sagt der Mann ‚Sorry, heiß, Standhitze.‘

Und haargenau in dem Moment, in dem ich verstehe, in dem in meinen Hirnwindungen ankommt, was er da sagt – startet mein Hund los. Von einer Sekunde auf die andere ist mein Hund vom Frauchenanhimmler zum Hündinnenvernascher mutiert!

War wohl nix mit mein Hund ist superschlau…

Er kann mich nur binnen Sekundenbruchteilen lesen!

Obwohl – schlau ist das ja eigentlich auch.

Auch meiner leider…

Oder: Vorsicht! MEUTE!

Mein Hund ist nett, wirklich nett und verträglich. Er mag alles was 4 Beine hat, 2-Beiner sowieso.

Doch auch mein Hund kann in der Meute ein asozialer Armleuchter sein…Und das passiert binnen von Sekunden. Und zwischen Hunden, die sich eigentlich gut verstehen.

Wir treffen Kumpel 1, mit dem wird gezockt, Kumpel 1 ist ein Landseer-Rüde, 80 Kilo Kampfgewicht. Alles läuft super. Man kennt sich. Spiel ist bisschen ruppig, körperlich, aber nicht pöbelnd und trotz des Unterschieds an Masse und Größe ausgeglichen und fair.

Kumpel 2 biegt um die Ecke, Shepherd, 25 Kilo. Auch mit dem spielt Bran gerne, körperlich und fair.

Binnen Sekunden bilden sich Allianzen. Kumpel 2 findet irgendwie Kumpel 1 ein bisschen doof, vielleicht auch eine Art von Eifersucht, denn 3 sind ja bekanntlich einer zu viel, vielleicht versteht er auch da irgendwas falsch und will als Ältester für Ruhe im Karton sorgen.

Kumpel 2 greift Kumpel 1 an- und Brannie steht kurz da und guckt doof und … macht mit! Während der eine Kumpel 1 von vorne ablenkt, macht der andere von hinten weiter.

Hätte Kumpel 1 nicht seine 80 Kilo in die Waagschale geworfen und Kumpel 2 und Bran einfach weggerempelt, wäre er nicht so grundgut – wir hätten heute alle beim Tierarzt gesessen und Wunden vernähen lassen. So war es zwar laut und sah gefährlich aus, aber niemand hat irgendetwas abbekommen.

Um einige Erfahrungen reicher sind wir nun alle drei:

– in diesem Fall waren 3 einer zu viel

– Kumpel 1 und 2 können auch ordentlich fletschen

– Bran, der Horst, verkennt die Lage und während die anderen noch geifernd fletschen, hüpft er bellend hin und her wie ‚Hey, das war lustig! Nochmal! Nochmal!‘ und war in dieser Situation auch nicht so leicht abrufbar wie sonst.

– auch 3 Hunde, die sich nur gelegentlich sehen und super klar kommen, wenn sie es tun, können binnen Sekunden ein Meuteverhalten zeigen, das böse Konsequenzen haben kann!

Da- Dummy liegt auf halber Strecke und er wartet steady auf Kommando – war unsere Welt nach dem Zwischenfall wieder in Ordnung.

Aber auch mein Hund kann ordentlich tillen, wenn es die Situation hergibt.

Urlaub?

Ohne den weltbesten Hund ist Urlaub nur halb so schön, aber es gibt doch so einiges zu beachten.

Entfernung? – 8 Stunden Autofahrt, die von mindestens einer größeren Runde unterbrochen dann auch mal 9, mit Stau 10 Stunden werden, tue ich uns beiden nicht an.

Ferienwohnung! – Wir brauchen:

– ein Schlafzimmer, das ohne Halsbrechtreppen zu erreichen ist, denn mein Hund schläft neben dem Bett.

– einen guten Kühlschrank – Frischfleisch.

– einen Schlauch vor der Haustür oder zumindest ein flugs begehbares Bad.

– Wald in der näheren Umgebung,  denn nur durch die pralle Sonne laufen ist mit schwarzem Hund nicht so der Bringer. 

– Wasser in der näheren Umgebung-Wasserhund will planschen. 

– einen Zoohandel, der TK-Fleisch verkauft oder einen erschwinglichen Metzger. 

Toll wären nicht soo helle Tapeten in der hundefreundlichen Wohnung. Super auch Auslaufflächen- Areale ohne Leinenzwang. Und Restaurants, die man auch mit Hunden betreten darf. 

Bislang sind wir gerne nach Cuxhaven gefahren- ideal, 3 Hundestrände, einer davon direkt am Werner Wald, der Wald recht weitläufig, Hundebars vor jedem Restaurant.

Bis jetzt- denn Cuxhaven möchte eher Urlauber ansprechen, die weniger Dreck machen. So berichtete mir zumindest eine ortsansässige Hundebesitzerin. Die Hundestrände sollten alle geschlossen werden, der neue Förster ‚jage‘ mit seinem Volkswagen bis in die kleinsten Wege hinein, um vermeintlich widerspenstige Hundebesitzer, die ihre Hunde frei laufen ließen, auf frischer Tat zu erwischen.

Ach, DAS war der Förster, der uns fast umgenietet hat und dann noch anhielt, um uns einen bösen Blick zuzuwerfen? Der mit der lauten Techno-Mucke? 

Ach, DESWEGEN ist inzwischen auf dem Hundestrand ebenfalls Leinenpflicht und der Abschnitt wurde mit weißen Hinweisschildern versehen, auf denen Anfang und Ende stand, Hundestrand auf wenige hundert Meter verkürzt? 

Aber online gab es eine Infobroschüre für den Urlaub mit Hund…Da wir aber ja vorher schon ein paar Mal da gewesen waren, hab ich die nicht gelesen. Und selbst hätte ich- die war Jahre später noch aus dem Jahr 2013.

Also sind wir auf der Suche nach einem geeigneten neuen Feriendomizil. 

Holland hab ich gedacht, das passt. Da war ich als Kind häufig und die sind hundefreundlich.

So weit, so gut. Aber dann doch gar nicht so leicht, denn eines meiner Ausschlusskriterien greift immer…keinen Wald, weil Apartmentanlage, ein riesiges Haus, das ich nicht brauche, wenn ich eh meist draußen bin, Schlafzimmer über Wendeltreppe eine Etage höher oder ein so genanntes Chalet- zwar kleiner und alles auf einer Ebene…aber ein fest stehender Caravan…Nein, eher nicht.

Wo fahrt ihr mit euren weltbesten Hunden hin? Holland oder Deutschland egal, Hauptsache Nord- oder Ostsee,  iwas mit Wasser und mit Wald. 

Für Tipps wäre ich sehr dankbar! 

Ein Loblied auf den Daumen

MittenausmRuhrpott

Nie macht man sich Gedanken über Dinge, die selbstverständlich sind, so selbstverständlich wie zum Beispiel zwei funktionstüchtige Daumen.

Ich jetzt schon, denn ich lebe seit gestern ohne sie.

Auslöser meines kleinen Experiments ist das vorangegangene mit dem Titel „Den Schrank haben wir bis um 5 stehn “ – Bob, die Baumeisterin für Anfängerinnen. Dass ich Handschuh hätte tragen sollen, um die Metallschiene der Schublade zum Verschrauben in die Vertiefung zu drücken, das wusst ich dann hinterher auch.

Um diese Erfahrung genauso reicher wie um zwei aufgeschnittene Daumenkuppen,  läuft dann jetzt Experiment Nummer 2 – daumenlos durch den Alltag. Und ich muss sagen, ich schlage mich wacker….ehrlich gesagt, funktioniert eigentlich gerade so richtig gar nichts.

Die Welt ist voller Daumenaktivitäten – Schuhe, Hosen, Jacken anziehen, Türen auf- und abschließen, auch nur irgendetwas öffnen oder schließen, Hände waschen, Besteck halten, einfach nur Hände in die Jackentasche stecken…Handy entsperren und ich bin dankbar…

Ursprünglichen Post anzeigen 56 weitere Wörter

Happy New Year

Jahresrückblick/ Jahresvorschau…

Ich muss gestehen, ich mag die Zeit um den Jahreswechsel nicht so. 

Das Geballer geht direkt nach Weihnachten los und das ohne Rücksicht auf Verluste, im Fernsehen reiht sich ein Rückblick mit sinnlosen Informationen an den nächsten und in den Supermärkten reihen sich Menschen an die Kassen, als gäbe es kein Morgen. Ich bin froh, dass diese Zeit vorbei ist. 

Mein Hund leitete das neue Jahr so ein: 0.02 Uhr und mein weltbester Hund macht dies:

Ich bin sehr dankbar dafür, dass er so tiefenentspannt ist,  dass er gestern, als eine Rakete über uns zündete- und das deutlich vor 12 – und der Holzstab vor unseren Füßen gelandet ist, nur kurz noch geschaut hat. 

Keine Vorsätze fürs neue Jahr, nichts, was mir aus dem letzten leid täte.

Einfach jetzt genauso tiefenentspannt ins neue Jahr starten.

Wünsche euch allen ein erfolgreiches, schönes und gesundes 2018 🍀🍀🍀!

Money, money, money

Ernst und nicht so ernst gemeinte Überlegungen 

Heute waren der weltbeste Hund und ich zum Essen bei ‚Oma und Opa‘ eingeladen, also, bei Oma und Opa vom weltbesten Hund. Auf meinem angestammten Platz lag – und es war sicherlich keine Absicht, denn der Platz ist ja normalerweise nicht besetzt und deswegen kann man dort alles mögliche ablegen – ein Los der Fernsehlotterie. 

Ich hab es mitgenommen – so eine Sofortrente könnte ich gut gebrauchen. 5000 Euro mal eben so jeden Monat…

Da wird meine Wohnung zu bezahlen sein, die Krankenkasse, die Spritkosten für 2.600+km, die Überfahrten mit der Fähre, die Entwurmung, die nur 48 Stunden alt sein darf, Futter für den weltbesten Hund – und das wird sicherlich eine kleine Herausforderung, denn er wird gebarft. 

Ich muss auch irgendetwas essen und übernachten müssen wir auch irgendwo. 

Also, wie an Geld kommen? 

Einsparpotential erkennen – ich könnte durchaus mal mit dem Rauchen aufhören. Das würde sicherlich schon einiges sparen. Aber ansonsten? Ich weiß nicht.

Ich könnte mir einen neuen Job suchen, befristet und sehr gut bezahlt. In der Branche, in der ich unterwegs bin, ist befristet Usus, aber sehr gute Bezahlung eher weniger.

Wie kommt man zu einem Geldpuffer und das binnen eines Jahres?

Mir fallen tausend Sachen ein, mit denen ich NACH dem Trip zu Geld kommen könnte – ein Buch über die Erfahrung schreiben, mich von einem reichen Mann (und Schlossbesitzer) adoptieren lassen, ein YouTube -Star werden, wenn ich entdeckt werde, weil ich auf der Straße singen musste, weil mir das Geld ausgegangen ist.

Aber VORHER? 

Außer in Gedanken alle Quizshows durchzugehen fällt mir da momentan noch nicht viel ein.

I have a dream

Manche Entscheidungen werden zu solchen, ohne dass man es merkt. Sie entscheiden sich selbst, ziehen im Hintergrund schon die Fäden.

Als ich 2016 ein neues Auto kaufte, fragte mich der Verkäufer, warum ich es gerade jetzt kaufte und ich antwortete „Meine Klimaanlage ist kaputt. Das kann ich doch meinem Hund nicht zumuten.“ Weiter gedacht habe ich „So viele Kilometer, wenn wir dann losfahren…“, es laut zu sagen, habe ich mich da noch nicht getraut.

Ein paar Monate später – es ging um meine Vertragsverlängerung und ich sprach mit einer Kollegin, bei der auch eine anstand, sie war sehr ängstlich, dass es zu keiner kommen könnte – sagte ich zu ihr, ich sei nicht böse drum, wenn keine käme, denn ich hätte andere Pläne…

Ich habe einen Traum! Und der träumt sich selbst und hat sich jetzt eigenständig dazu entschieden, dass er nicht nur geträumt werden will.

Ich möchte einfach wegfahren. Meinen Hund nehmen, in mein neues Auto steigen und losfahren – Ziel: Irland, den Wild Atlantic Way, eine mehr als 2.600 km lange Küstenstraße den Atlantik entlang.

In Irland war ich schon tausend Mal, Dublin, Limerick, Galway, Cork, auch mal für länger, immer ohne Hund.

Auch am Wild Atlantic Way war ich schon einmal, habe einen Minifitzel gesehen – Barley Cove Beach und Mizen Head, last stop Europe, next stop America, Europas südwestlichster Punkt. Und habe gedacht, ich komme wieder.

Aber nächstes Mal mit Hund.

BranOg nach Irland mitnehmen, das war schon 2014, als ich beruflich einige Zeit in Limerick war, angedacht. Da ich aber nicht genügend Zeit für ihn gehabt hätte, habe ich ihn in sehr guten Händen hier in Deutschland gelassen.

2015, als ich beruflich in Cork war,

stand es nicht zur Debatte, denn aus dem Jahr davor wusste ich, dass Zeit wirklich nicht genügend vorhanden war und die sehr guten Hände das alles im Jahr davor nicht nur sehr gut, sondern auch sehr gern gemacht hatten. Außerdem habe ich da auch das Haus mit zwei Kollegen geteilt und das wäre alles zu eng und zu strubbelig geworden.

Da landeten

Nudeln mal gerne im Glas,

Toastscheiben

auf Hausschuhen und

Irland wurde um die Spezies des Bierdeckelfuchses reicher.

Mit diesem Chaotenhaufen – da hätte ich ein bisschen Angst um meinen weltbesten Hund gehabt ;-).

Angeregt durch einen Post gestern https://wp.me/p81M8s-32q (#buddyschreibt) – ich hoffe, das hat jetzt funktioniert; ), alles gar nicht so leicht, auf dem Handy zu fruckeln), habe ich jetzt gedacht, ich mache es mal amtlich, teile meinen Traum mit, dass ich gehört habe und dass wir mit der Planung beginnen.

Erklärtes Ziel: Wir – der weltbeste Hund und ich – werden das Jahr 2018 dafür nutzen, unsere Auszeit zu planen, um dann spätestens im Frühjahr 2019 für ein paar Monate nach Irland zu fahren. Hinfahren und bleiben so lange wie das Geld reicht.

Lange Vorbereitungszeit, ja – aber das Geld soll lange reichen.

Abwarten und Tee trinken, natürlich irisch und stark und mit Milch.

Erinnerst dich an die Tasse, Morticia? 😉

Herrje, kann mir mal einer erklären, wie das mit dem Verlinken geht?😂